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Einsatzstaffel wertschätzen

Bündnis 90/Die Grünen.

Sogar über eine komplett ausgestattete Werkstatt auf Rädern verfügt die DRK-Einsatzstaffel. Die Grünen-Delegation (v.l.) Stephan Hofacker, Klaus Kienle und Richard Dammann war beeindruckt. Foto: Bündnis 90/Die Grünen

Nottuln

Die Grünen wünschen sich verstärkte Wahrnehmung der DRK-Einsatzstaffel Westfalen durch die örtliche Politik und Verwaltung. Die Einsatzstaffel ist an der Liebigstraße untergebracht.

Mit dem DRK verbinden in Nottuln viele Menschen gedanklich den DRK-Ortsverein Nottuln sowie Aufgabenfelder wie Rettungsdienst, Blutspenden oder die Erste-Hilfe-Bereitschaft bei Konzerten und anderen Veranstaltungen. Aber was hat das DRK mit Technik zu tun? Eine Frage, der nun die Nottulner Grünen nachgingen. Ortsverbandssprecher Klaus Kienle, Fraktionsvorsitzender Stephan Hofacker und dessen Stellvertreter Richard Dammann besuchten daher die an der Liebigstraße beheimatete DRK-Einsatzstaffel Westfalen und informierten sich über deren Arbeit, berichten die Grünen in einer Pressemitteilung.

Der Leiter der DRK-Einsatzstaffel, Christian Kleinberns, beschrieb das am Standort Nottuln bereitgehaltene Material: Feldbetten, Zelte, mobile Kochherde, Trinkwasseraufbereitungsanlagen, Pflegebetten, Kommunikationstechnik, Stromgeneratoren und vieles andere mehr. Müsste im Falle eines Brandes zum Beispiel eines der örtlichen Pflegeheime evakuiert werden, könnten die Menschen sehr schnell versorgt und in den Räumen der Einsatzstaffel untergebracht werden. Dies gelte auch bei Überschwemmungen, wenn zahlreiche Menschen in Notunterkünften einquartiert werden müssten, erfuhren die Gäste.

Eine wichtige landesweite Funktion hatte die Einsatzstaffel bei der Versorgung der Flüchtlinge während der letzten Jahre. Damit diese Menschen zunächst notdürftig versorgt werden konnten, standen rund 25 000 Betten sowie Tische, Stühle, Bettzeug und Geschirr zur Verfügung. Wo notwendig, kamen auch Zelte zum Einsatz.

Hier in der Region kann die DRK-Einsatzstaffel auf rund 350 Helfer zugreifen. Das Material reicht für bis zu 1500 Betroffene/Helfer aus. Unter den Helfern finden sich viele Spezialisten, seien es zum Beispiel die Fahrzeugführer für die Lkw, Gabelstaplerfahrer oder Feldköche.

Hilfe kann nicht nur regional begrenzt, sondern auch global geleistet werden. Dies stellt ein Fuhrpark mit mehreren Lkw und einem geländegängigen Fahrzeug sicher. Mit diesen Fahrzeugen wird nicht nur die Technik transportiert. Es steht auch ein mobiles Büro bereit, ebenso medizinische Technik, zum Beispiel für Blutspenden bei Notfällen.

Als ein Ergebnis dieses Besuches nahm die Grünen-Abordnung die Erkenntnis mit: „Eine bessere Einbindung und Vernetzung der Einsatzstaffel innerhalb des Ortes wäre zu wünschen, ebenso eine verstärkte Wahrnehmung der Einsatzstaffel durch Politik und Verwaltung.“

Pressebericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 14.01.2018

24. Januar 2018 18:00 Uhr. Alter: 237 Tage