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Glücksmomente für alle

DRK-Kindergarten Fidus und Senioreneinrichtung gehen mit Generationsbrücke gemeinsam neue Wege.

Wenn sich die Bewohner des Altenheims in Osterwick mit den Kindern des DRK-Kindergartens Fidus treffen, profitieren beide Altersgruppen von den gegenseitigen Besuchen. Foto: az

Rosendahl / Osterwick

Beglückende zwischenmenschliche Begegnungen machen der DRK-Kindergarten Fidus und die Altenhilfeeinrichtung Stiftung zu den Heiligen Fabian und Sebastian in Osterwick schon seit elf Jahren durch regelmäßige gegenseitige Besuche mögliche.

„Dadurch ist eine intergenerative Zusammenarbeit entstanden“, sagt Thomas Süthold, pädagogischer Mitarbeiter im Seniorenheim. Bei den Begegnungen konnten sich die Heimbewohner und die Kinder gegenseitig kennenlernen und auch in verschiedenen Lebenssituationen wahrnehmen.

Jetzt haben beide Einrichtungen beschlossen, mit der Generationsbrücke Deutschland zu kooperieren.

Die Generationsbrücke widmet sich den sozialen Beziehungen und der sozialen Anerkennung als wesentliche menschliche Bedürfnisse. Zentrale und erlebbare Erkenntnis soll sein, dass die Kontakte in allen Lebensphasen, auch und trotz Einschränkungen möglich sind.

Im vergangenen Herbst haben je zwei Mitarbeiter der Einrichtungen gemeinsam eine zweitägige sogenannte Tandemfortbildung besucht. Dort lernten sie die Bedeutungen und Ziele der intergenerativen Begegnungen nach dem Modell der Generationsbrücke Deutschland (GBD) mit Sitz in Aachen kennen. Beide Einrichtungen haben beschlossen, ihre intergenerative Zusammenarbeit entsprechend auszurichten.

Neben einer bestehenden Partnerschaft in Waldbröhl im Bergischen Land ist die Osterwicker Partnerschaft von Kindergarten und Altenheim die zweite im ganzen Bundesgebiet und somit die erste im Münsterland. Sichtbares Zeichen hierfür ist eine in den Einrichtungen ausgehängte Plakette mit dem Logo der Generationsbrücke Deutschland.

Nach intensiven Vorbereitungen ist jetzt die erste Begegnung nach dem neuen Modell in der Stiftung durchgeführt worden. Die Senioren und Kinder lernten sich kennen, beschnupperten sich spielerisch, und beim Proben verschiedener Lieder schmolz das Eis, sagte Süthold. Danach verging die Zeit viel zu schnell, und die Ankündigung sich erst am letzten Dienstag im Februar wiederzusehen, war vielen viel zu lang. Damit man sich aber in Erinnerung behält, erhielt jeder ein Foto von dieser ersten Begegnung.

Vorrangiges Ziel der Generationsbrücke ist es, den Generationen ein regelmäßiges Miteinander zu ermöglichen. Neben diesem intensiven Erleben der Gegenwart werden die körperlichen und geistigen Potenziale der Senioren aktiviert sowie das soziale Lernen der Kinder gefördert. So können zum Beispiel die Senioren Lebenserfahrungen an die Kinder weitergeben und aktiver Teil der Gesellschaft sein. Die Kinder haben Kontakt mit älteren Menschen, der manchmal im familiären Umkreis nicht mehr gegeben ist.

Von Allgemeine Zeitung

Pressebericht aus der Allgemeinen Zeitung vom 31.01.2018

2. Februar 2018 18:07 Uhr. Alter: 223 Tage