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DRK wirbt in den Orten um neue Förderer

Ortsvereine hoffen auf Erfolg.

Robert Arlt wird in Ascheberg, Davensberg und Herbern von Haus zu Haus gehen. Wilhelm Baumhöver, Christoph Schlütermann, Hans Kraß, Bernhard Thyen und Dieter Pape drücken ihm für erfolgreiche Arbeit die Daumen. Foto: hbm

Ascheberg / Herbern

Wenn Robert Arlt in Ascheberg Klinken putzt, dann hoffen die DRK-Ortsvereine auf Erfolg. Sie suchen neue fördernde Mitglieder.

Orangefarbene Jacke, Ausweis und dann geht es von Haustür zu Haustür. Die Szenerie hat etwas zwielichtiges, das Haustürgeschäften anhängt. Doch der DRK-Kreisverband Coesfeld setzt in den nächsten Wochen in Ascheberg, Davensberg und Herbern auf genau dieses Rezept. Robert Arlt wird von Tür zu Tür gehen und um eine fördernde Mitgliedschaft in den Ortsvereinen Ascheberg-Davensberg und Herbern werben. Bisher hat das für die jeweilige Rot-Kreuz-Arbeit vor Ort immer Früchte getragen. Und für den nötigen Erfolg drücken die örtlichen Vorstände ganz fest die Daumen.

„Ohne Sanitätsdienste kommen viele Veranstaltungen nicht aus“, nannte Kreisvorstand Christoph Schlütermann gestern bei einem Pressegespräch im DRK-Heim an der Merschstraße ein Beispiel für unverzichtbare Hilfe in den Orten. Das DRK leistet sie genauso wie beim Blutspenden, bei Erste-Hilfe-Lehrgängen und vor fast zwei Jahren bei der Aufnahme von Flüchtlingen. Hans Kraß, Vorsitzender des Herberner Ortsvereines, blickte hinter die Hilfsarbeit, denn sie ist nur mit gut ausgebildeten Leuten möglich: „Wir haben gerade wieder drei Mitglieder für Lehrgänge gemeldet. Das muss alles bezahlt werden.“ Von den erforderlichen Finanzmitteln für Material und das Unterhalten des Materials redet Kraß erst gar nicht.

Die Arbeit und die Kosten der Ortsvereine werden vorwiegend über die Beiträge fördernder Mitglieder gedeckt. „Durch den demografischen Wandel, Tod oder Umzug verlieren wir jedes Jahr rund fünf Prozent dieser Mitglieder“, informiert Schlütermann. Der Verlust werde durch die Werbeaktionen aufgefangen.

Türöffner für Arlt, das hat die Vergangenheit gezeigt, ist das Wissen um die Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes. Daraus etwas zu machen, ist Sache des Werbers, der fest angestellt und damit nicht vom Erfolg seiner Arbeit abhängig ist. „Ich sehe gleich, wenn die Tür wieder zu geht oder der Kopf entnervt sinkt“, weiß Arlt, wann er sein Bemühen gleich einstellen sollte. Darüber hinaus berät er die Menschen, wie hoch ihr Förderbeitrag sein sollte, im Zweifel auch einmal zu einer geringeren Summe. Denn wichtig ist allen Beteiligten, dass die Finanzbasis für die Arbeit vor Ort nachhaltig gestärkt wird. Dazu braucht es viele fördernde Mitglieder, die regelmäßig zahlen. Mit einer Quote von 4,5 Prozent der Bevölkerung, die sich finanziell an der Arbeit beteilige, liege der Kreis Coesfeld in NRW ganz vorne, ist Schlütermann über den Rückhalt froh.

Die Runde wies gestern ausdrücklich darauf hin, dass Arlt kein Bargeld annimmt. „Das wäre dann ein Trittbrettfahrer, der den Bericht in der Zeitung gelesen hat. Uns geht es um ein nachhaltiges Ergebnis und dafür müssen die Papiere sorgfältig ausgefüllt werden“, sagt Schlütermann.

Von Theo Heitbaum

Pressebericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 24.10.2017

27. Oktober 2017 14:44 Uhr. Alter: 267 Tage