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Kein Kita-Kind bleibt zurück

34 zusätzliche Betreuungsplätze in Senden und Ottmarsbocholt.

Das Team der neuen Ottmarsbocholter Kita (v.l.): Annika Falke, Christina Holtrup, Angela Dopp, Kristina Kisner und Leiterin Stephanie Wasmer. Foto: sff

Senden

Rechtzeitig zum Beginn des neuen Kita-Jahres sollen für weitere 34 Kita-Kinder Betreuungsplätze geschaffen werden. In Ottmarsbocholt in einem neuen Kindergarten, in Senden durch Übergangslösungen.

Das Versprechen des Bürgermeisters steht: „Wir haben Lösungen gefunden, so dass Sie für Ihren Sohn, Ihre Tochter einen Platz bekommen werden“, erklärte Sebastian Täger am Dienstagabend vor rund 40 Eltern, die beim Anmeldeverfahren für die Kitas eine Absage erhalten hatten. Denn in den bestehenden Einrichtungen in Senden und Ottmarsbocholt gibt es aktuell nicht genug Betreuungsplätze. Gleichwohl sehen die Lösungen für die beiden Ortsteile sehr unterschiedlich aus.

Im Ottmarsbocholter Baugebiet Sudendorp verfügt die Gemeinde über eigenen Grund und einen gültigen Bebauungsplan. Daher kann bis zum Beginn des Kita-Jahres die Vier-Gruppen-Einrichtung „Davertgeister“ in Modulbauweise entstehen (WN berichteten). Ende Mai sollen die Fundamente errichtet werden. Ab Juni ist der Aufbau aus Fertigteilen vorgesehen. Da für 17 zusätzliche Kinder in 2017/2018 nur zwei Gruppen benötigt werden, könnten in Ottmarsbocholt auch Kinder aus dem Ortsteil Senden aufgenommen werden. Die übrigen beiden Gruppen sind Reserven für die folgenden Jahre. Denn es zeichnet sich auch in Ottmarsbocholt ein steigender Betreuungsbedarf ab – insbesondere für unter Dreijährige.

In Senden muss derzeit noch das (beschleunigte) Bebauungsplanverfahren für eine Kita-Fläche im neuen Baugebiet nördlich des Kralkamps (Huxburg) abgeschlossen werden. Dort könnte eine neue Vier-Gruppen-Einrichtung – mit Erweiterungsmöglichkeit auf sechs Gruppen – frühestens zum Kita-Jahr 2018/2019 den Betrieb aufnehmen. Darum muss eine zusätzliche Gruppe mit zehn Kindern, die von der Kita „Steverspatzen“ betreut wird, vorübergehende im evangelischen Gemeindezentrum Quartier beziehen. Weitere sieben Mädchen und Jungen, für die (noch) kein eigener Gruppenraum zur Verfügung steht, werden in anderen Einrichtungen betreut.

Für den seit Jahren steigenden Bedarf nach Kita-Plätzen sind nach den Worten von Yvonne Benson vom Kreisjugendamt mehre Gründe verantwortlich: Zum einen die durch frühe Berufsrückkehr bedingte steigende Nachfrage nach Plätzen für unter Dreijährige. Ein weiterer Faktor sind Zuzüge: „Viele münsterische Familien ziehen in das Umland. Senden ist für sie attraktiv. Pro Jahr kommen durchschnittlich zwischen 20 und 30 Kinder im Alter unter sechs Jahren in die Gemeinde“, erläuterte Benson.

DRK wird mit sechs Einrichtungen größter Kita-Träger

In der Senden sind in den vergangenen vier Jahren neben den bestehenden DRK-Kitas „Langeland“ und „Am Schloss“ zwei weitere Einrichtungen in derselben Trägerschaft entstanden: 2013 die Vier-Gruppen-Kita „Buskamp“ und in diesem Jahr im ehemaligen Musikschulgebäude die Vier-Gruppen Kita „Steverspatzen“.

Auch für die noch zu bauenden Kindergärten in Senden und Ottmarsbocholt übernimmt das DRK die Verantwortung und wird dann mit insgesamt sechs Einrichtungen größter Kita-Träger in der Gemeinde.

Schon jetzt beschäftigt das DRK Senden rund 80 hauptamtliche Mitarbeiter in diesem Bereich. Dadurch ergeben sich Vorteile, zum Beispiel bei krankheits- oder urlaubsbedingten Ausfällen können einfacher Vertretungsregelungen geschaffen werden. Am Dienstagabend stellte sich auch das Team für den neuen Ottmarsbocholter Kindergarten vor: Annika Falke, Christina Holtrup, Angela Dopp, Kristina Kisner und Leiterin Stephanie Wasmer.

Außerdem sei das DRK ein „armer Träger“, der vom Land mit 92 Prozent der Betriebskosten refinanziert werde, erklärte Bürgermeister Sebastian Täger. Kitas in Trägerschaft der Gemeinde erhielten lediglich einen 79-prozentigen Zuschuss. sff

Von Siegmar Syffus

Pressebericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 17.05.2017

20. Mai 2017 14:10 Uhr. Alter: 337 Tage