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Treue Spender und sinkende Zahlen

Blutspender geehrt.

Treue Blutspender ehrte der DRK-Ortsverein Ascheberg-Davensberg am Donnerstagabend im Heimathaus Davensberg. An dem Abend wurden auch verdiente Helfer verabschiedet. Foto: hbm

Ascheberg

Ein Kollege schickte ihn 1967 erstmals zur Blutspende. Jetzt wurde Ludger Feldmann fürs 125. Mal geehrt.

„Mein Arbeitskollege Alfred Klaverkamp hat mir gesagt, ich soll dahin gehen. Das sei eine gute Sache.“ Ludger Feldmann, gerade 18 Jahre alt geworden, hörte auf den Kollegen und spendete 1967 erstmals einen halben Liter Blut. Am Donnerstagabend wurde ihm im Davensberger die Ehrennadel für die 125. Blutspende verliehen. „Anfangs gab es nur drei Spendentermine im Jahr, später dann vier“, erinnert sich Feldmann, der nur wenige Termine verpasst hat: „Wenn ich in Ascheberg keine Zeit hatte, bin ich nach Davensberg gefahren.“

Obwohl das Blutmanagement sich bei Patienten verändert hat und viel weniger Blut benötigt wird, zählt weiter jede Spende. Frank Brokinkel vom Blutspendedienst West vertraut einerseits auf Frauen und Männer wie Ludger Feldmann, wirbt aber auch intensiv um neue Blutspender. So kamen 2016 nur 975 Spender zu den Terminen in Ascheberg und Davensberg, erstmals wurde die 1000er Marke unterschritten, im Jahresergebnis waren das fast 100 Spender weniger „Das ist kein Ascheberger Phänomen, wir liegen überall in den vergangenen Wochen extrem tief“, berichtete Brokinkel bei der Ehrung im Davensberger Heimathaus. So wird es bei den nächsten Spendenterminen am 28. März in Ascheberg und am 30. März in Davensberg auch eine Verlosung „Fünf gewinnt“ geben. Jeder fünfte Spender gewinne eine Uhr. Das Potenzial in Ascheberg ist insgesamt hoch. Während bundesweit nur drei Prozent aller möglichen Spender sich Lebenssaft abzapfen lassen, in den Bezirken Münster und Detmold 5,1 Prozent und im Kreis Coesfeld 7,7 Prozent, sind es in Ascheberg 10,5 Prozent.

Namentlich

125 Blutspenden: Ludger Feldmann.

100 Blutspenden: Werner Ardes.

75 Blutspenden: Hildegard Rellmann, Dieter König, Werner Ertelt, Susanne Roberg, Karl-Heinz Börtz, Manfred Hanschmann, Rudolf Faber.

50 Blutspenden: Dirk Schwanke, Andrea Brügger, Helga Nientiedt, Angelika Bartsch, Julia Greive, Berthold Entrup, Werner Köppel, Monika Kallwey, Hubert Otert-Enning.

25 Blutspenden: Simone Steubing, Ramona Suckow, Lea Ferkmann, Claudia Wieger, Marcel Dülfer, Elke Koch, Christine Rüschenschmidt, Christof Schmidt, Susanne Hegemann.

Danke zum Abschied aus dem Ehrenamtsdienst: Rainer Holtmann, Mathilde Heppner, Gabriele Elmerhaus, Hedwig Ernst, Gertrud Olbrich, Irmgard Real, Elisabeth Gövert, Roswitha Hartwig.

Hinter den Kulissen des Blutspendens vollzieht sich gerade ein Generationenwechsel. So nutzte der DRK-Ortsverband Ascheberg-Davensberg den Abend, um verdiente Ehrenamtliche zu verabschieden. Mit Jolanta Klaves wurde zudem eine Frau aus dem aktiven Dienst geehrt, die seit 25 Jahren dabei ist.

Von Theo Heitbaum

Pressebericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 04.03.2017

6. März 2017 13:09 Uhr. Alter: 2 Jahre