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Männliche Betreuer sind sehr gefragt

Vor allem die Kinder waren traurig.

Erzieher sind – überall in Deutschland – Mangelware Foto: dpa

Lüdinghausen

In der DRK-Kita Im Paterkamp, die Barbara Brinkkötter leitet, war bis zum Sommer 2016 ein Jahr lang ein Erzieher tätig. „Es hat ihm total gut gefallen, es war ein Highlight mit ihm“, sagt Brinkkötter. Doch der Mann in der Kita habe weitergedacht, an die Gründung einer Familie, „und dafür reicht der Verdienst nicht aus, das war ihm zu wenig.“

Traurig sind sie zum Beispiel auch in der Stadtfeld-Kita. Zehn Jahre gab es dort einem Mann unter den Erzieherinnen – am 1. Januar ist er gegangen, ein Umzug in den Süden Deutschlands war der Grund. Alle seien traurig, sagt Verwaltungsmitarbeiterin Katharina Griesche, „vor allem die Kinder“.

Dass es gerade der Nachwuchs selbst ist, der es sehr zu schätzen weiß, eine männliche Bezugsperson zu haben, beobachtet auch Barbara Brinkhaus immer wieder. „Männliche Praktikanten haben die Kinder sofort um sich, weibliche müssen sich erst anstrengen.“ Männliche Erzieher, sagt sie, könnten „die Jungen gang anders abholen“. Der männliche Kollege, der zuletzt in der Paterkamp-Kita gewesen sei, sei sehr emphatisch gewesen und ein gutes Vorbild für die Jungen, das jetzt fehle. Es gebe einen weibliche und eben einen männliche Blick auf die Dinge, auch und gerade bei der Einordnung von Verhalten der Kinder.

Auch im Kindergarten „Im Rott“ ist der Erzieher vor einem Jahr gegangen. In den beiden städtischen Kitas gibt es aktuell einen Mann: Dietmar Weber, Leiter der Einrichtung Tüllinghoff.

Von Bettina Laerbusch

Pressebericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 30.06.2017

2. Juli 2017 12:14 Uhr. Alter: 199 Tage