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„Standort Ascheberg muss gestärkt werden“

Ascheberg, DRK rechnet mit steigenden Einsatzzahlen.

Beim Dankeschön-Besuch trafen Präsident Konrad Püning (r.) und Christoph Schlütermann (l.) auf Martin Hagemann und Marion Halfmann, die Heiligabend arbeiten mussten. Foto: hbm

Rund 1600 Einsätze hat das DRK in diesem Jahr in Ascheberg gefahren. Der Standort müsse gestärkt werden, betonte DRK-Vorstand Christoph Schlütermann Heiligabend beim Besuch der Ascheberger Rettungswache.

Mit dem Platz im tiefen Sofa hinter dem hohen Tisch in der Rettungswache Ascheberg müssen Konrad Püning und Christoph Schlütermann auch im nächsten Jahr noch vorlieb nehmen: „Der Kreis geht von einem Baubeginn im Frühjahr aus. Die neue Rettungswache dürfte Mitte 2019 fertig werden. Wir rechnen damit, dass wir uns nächstes Jahr Weihnachten hier noch einmal treffen werden,“ erklärte DRK-Vorstand Schlütermann bei der Dankeschön-Runde an Heiligabend durch die Wachen im Kreis Coesfeld.

Tiefes Sofa und hoher Tisch stehen symbolisch für die Möglichkeiten der Rettungswache an der Lüdinghauser Straße. Weil die Räume nicht mehr den Erfordernissen entsprechen, wird ein Neubau an der Herberner Straße entstehen. Einen Grund mehr, warum die Menschen und ihre Rettungswagen mehr Platz benötigen, belegt Schlütermann mit den Einsatzzahlen: „Im Jahr 2016 sind in Ascheberg 1257 Einsätze gefahren worden, dieses Jahr werden wir bei 1600 Einsätzen liegen.“ Der Standort Ascheberg müsse gestärkt werden. Das könne man sicher dem neuen Bedarfsplan im Frühjahr 2018 ablesen. „Wir rechnen mit weiteren Steigerungen. Der demografische Wandel wird dazu führen, dass mehr Menschen älter werden. Das wird zu mehr Einsätzen führen“, ergänzte Präsident Püning.

Zugenommen haben Anrufe, die besser bei der ✆ 116 117 gelandet wären. Das ist die Nummer des Notfalldienstes der Ärzte.

Froh sind Püning und Schlütermann, dass man im DRK-Kreisverband schon früh mit der Fort- und Ausbildung von Notfallsanitätern begonnen hat. „Der Markt an Personal ist leer gepflegt“, ist Schlütermann jenen Mitarbeitern dankbar, die im laufenden Betrieb an der Fort- und Ausbildung arbeiten. Wie etwa Martin Hegemann, erster Notfallsanitäter im Kreis, der Heiligabend mit Marion Halfmann Dienst hatte. Ihnen und allen anderen Sanitätern, auch den Ehrenamtlichen, die Lücken schließen, zu danken – dies war das Hauptanliegen der beiden Männer im tiefen Sofa hinter dem großen Tisch.

Von Theo Heitbaum

Pressebericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 26.12.2017

26. Dezember 2017 14:26 Uhr. Alter: 179 Tage