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Seniorenstube feiert Goldjubiläum

DRK-Angebot in Herbern.

Jubiläum im Pfarrheim: Seit 50 Jahren sorgt der DRK-Ortsverein Herbern für die wöchentlichen Treffen der Senioren im Herberner Pfarrheim. Hans Kraß dankte dem Team hinter dem Treffen. Foto: iss

Am Tag der offenen Tür zur wöchentlichen Seniorenstube. Was 1967 klein anfing, ist im Laufe der Jahre zur festen Einrichtung geworden.

Vom Tag der offenen Tür zur wöchentlichen Seniorenstube. Was 1967 klein anfing, ist im Laufe der Jahre zur festen Einrichtung geworden. Seit fünf Jahrzehnten gibt es in Herbern die DRK-Seniorenstube. Am Dienstagnachmittag wurde das goldene Jubiläum in den Räumen des Pfarrheims gefeiert.

Der Vorsitzende des DRK Herbern Hans Kraß begrüßte die anwesenden Senioren und gratulierte dem derzeitigen Team der Seniorenstube mit Klara Löcke, Brigitte Feldmann, Gisela Freise, Maria Krampe, Hildegard Kraß, Gertrud Pukaß, Maria Ringelkamp und Christa Ruhe für die bisher geleistete Arbeit. Dass viel Herzblut in den wöchentlichen Treffen steckt, ist für jedermann ersichtlich. Kuchen, Brot für Schnittchen und die wechselnde Deko sind selbst gemacht. „So wie früher. Hier fühlt man sich wohl“, lächelt Agnes Koers, die seit vielen Jahren zur Seniorenstube geht.

Beim damaligen Lüdinghauser Oberkreisdirektor Dr. Möcklinghoff fanden vor mehr als 50 Jahren Gespräche statt, um für ältere Mitbürger Einrichtungen ins Leben zu rufen. Gemeindedirektor Walter Knaden nutzte seine Funktion als damaliger DRK-Vorsitzender in Herbern und knüpfte Kontakte. Im früheren Amtshaus an der Merschstraße waren durch den Auszug der Amtsverwaltung Räume frei geworden und der Gemeinderat folgte dem empfehlenden Beschluss des Sozialausschusses. Das DRK übernahm die Trägerschaft vertretend für die Gemeinde Herbern.

1967 fand zunächst ein Tag der offenen Tür unter der Leitung von Frau Rüping statt. Zum ersten Treffen kamen aber nur wenige Besucher. Im Laufe der Jahre wuchs die Gemeinschaft und die Seniorenstube wurde zur festen Einrichtung der Herberner Gesellschaft. Im Laufe der Jahre gab es 1978 den Umzug ins neue Amtshaus an der Talstraße. Seit 37 Jahren ist die Seniorenstube nun im Pfarrheim an der Bergstraße zu Hause. Viele ehrenamtliche Helfer, wie die Eheleute Knaden, Cilly Neumann, Maria Heye, Änne Krampe und Anni Goßheger haben ihren Teil dazu beigetragen, dass die wöchentlichen Treffen immer etwas Besonderes waren und heute auch noch sind. „Es ist ein Stück Familie“, sagte eine Besucherin. Vor elf Jahren übernahm Klara Löcke die Regie. „Das war für uns alle ein Glücksfall, dass sich in diesem Zusammenhang eine ganze Gruppe aktiver Frauen fand, die bereit war, Klara zu unterstützen“, sagte Hans Kraß. Klara Löcke ist bescheiden und gibt zu, dass sie mit 71 Jahren auch etwas kürzer tritt. „Mittlerweile wechseln wir uns vom Team ab und ich bin nur noch alle zwei Wochen da“, so Löcke. Viele der Älteren sind nicht mehr so mobil. Bis vor zwei Jahren gab es immer noch einen Ausflug im Jahr. Das ist aber aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr realisierbar, wie die Verantwortlichen erklärten. Doch langweilig wird es nie, es ist immer etwas los. Ob Karneval, im Altenheim Kaffee trinken oder auch Weihnachtsfeiern. Geklönt wird immer – und nach den Treffen ist der Dorffunk wieder auf dem aktuellen Stand, das ist gewiss.

Von Isabel Schütte

Pressebericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 14.12.2017

17. Dezember 2017 13:09 Uhr. Alter: 270 Tage