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Container sind nur eine Übergangslösung

DRK-Rettungswache in Lüdinghausen braucht mehr Platz.

Provisorium: Um auf die Schnelle mehr Platz zu schaffen, wurden an der Rettungswache drei Container-Module aufgestellt. Foto: Anne Eckrodt

Ein Blick in die Umkleiden reicht, um zu sehen, dass die DRK-Rettungswache aus allen Nähten platzt. Auf dem Gelände an der Selmer Straße wurden jetzt drei Container-Module aufgestellt – ein Provisorium, um auf die Schnelle mehr Platz zu schaffen. Auf Dauer gehe kein Weg an einer größeren Rettungswache vorbei, sagt DRK-Kreisvorstand Christoph Schlütermann.

Die Rettungswache des DRK platzt aus allen Nähten. Ein Beispiel: Alleine für die hauptamtlichen Mitarbeiter werden 34 Spinde benötigt. Damit jeder seinen eigenen, alles andere als üppig bemessenen Schrank für die persönlichen Sachen hat, wurde kurzerhand ein kleiner Lagerraum mit in Beschlag genommen. „Und den Ehrenamtlichen bleibt nichts anderes übrig, als ihre Sachen in den Umkleiden irgendwo oben auf die Schränke zu packen“, macht Christoph Schlütermann bei einem Ortstermin in dem Gebäude an der Selmer Straße deutlich. Und der Vorstand des DRK-Kreisverbandes fügt hinzu: „In den Fahrzeughallen ist es auch nicht viel besser.“ Immerhin: In dem Bereich zeichnet sich zumindest ein wenig Abhilfe ab. Bis Ende des Jahres soll eine neue Fertiggarage stehen, die dann als Materiallager fungiert. „Damit hätten die Fahrzeuge wieder mehr Platz“, sagt Notfallsanitäter Ole Neblung.

Das Platzproblem ist nicht erst gestern aufgetaucht. Im Gegenteil: „Der Standort ist schon seit einigen Jahren erkennbar zu klein. Das hat auch der Kreis, der ja für den Rettungsdienst zuständig ist, erkannt und geht das Thema nun gemeinsam mit uns an“, betont Schlütermann. In einem ersten Schritt wurden jetzt neben dem Gebäude drei Container-Module aufgebaut, in denen unter anderem Umkleidemöglichkeiten und ein Schulungsraum entstehen. Auf Dauer führe jedoch kein Weg an einem größeren Gebäude vorbei, so Schlütermann. „Ob das an diesem Standort sein wird, ist noch völlig offen. Aufgrund der einzuhaltenden Einsatzzeiten kommt eine neue Rettungswache aber wohl nur in diesem Teil der Stadt in Frage“, sagt der DRK-Kreisvorstand.

Der Rettungsdienst verzeichnet nach wie vor stark steigende Einsatzzahlen. Hinzu kommt die Umstellung bei den Auszubildenden, die seit 2016 nicht mehr zu Rettungsassistenten, sondern zu Notfallsanitätern ausgebildet werden. Davon gibt es kreisweit aktuell 18, sechs alleine in Lüdinghausen. Schlütermann: „Da reicht der Platz hier einfach nicht mehr aus.“ Und Neblung ergänzt: „Es ist schon ziemlich eng, auch wenn wir zusammenrücken.“ Kein Wunder, dass da kaum Platz für die ehrenamtlichen Kräfte bleibt. „Diese sind jedoch immens wichtig für uns, da sie in Spitzenzeiten die Einsatzbereitschaft mit sicherstellen“, hebt Schlütermann hervor. Er setzt darauf, dass ein Neubau der Rettungswache auch Platz für einen Bereich der Ehrenamtlichen bietet, die beispielsweise ihre Fahrzeuge aktuell in Mietgaragen anderswo im Stadtgebiet unterbringen müssen.

Dass das auch anders geht, macht der Blick ins Umland deutlich. Die 2015 in Betrieb genommene neue Rettungswache in Senden beispielsweise vereint Hauptamtliche und Ehrenamtliche an einem Standort. In Ascheberg sollen im Frühjahr 2018 die Bauarbeiten für eine neue Rettungswache beginnen. „Ich denke, dass die Ende 2019 in Betrieb gehen wird“, so Schlütermann. Und er fügt hinzu: „Danach wären wir hier in Lüdinghausen dran, meine ich.“

Von Anne Eckrodt

Pressebericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 06.12.2017

10. Dezember 2017 18:25 Uhr. Alter: 40 Tage