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Gleich fünf neue Defibrillatoren

Nottuln

Leben retten: Die Volksbank Nottuln finanzierte die Anschaffung von fünf Defibrillatoren. Jeweils eines dieser Geräte wird nun in Appelhülsen, Darup und Schapdetten zur Verfügung stehen. Im Ortsteil Nottuln werden zwei Geräte stationiert. Foto: Dieter Klein

In der Gemeinde Nottuln gibt es jetzt fünf neue Defibrillatoren. Die Geräte sind eine Schenkung der Volksbank Nottuln.

Seit Dienstagnachmittag verfügt das DRK Nottuln über fünf neue Defibrillatoren. Die Geräte im Gesamtwert von 7500 Euro für den schnellen Einsatz bei Herzkammerflimmern sind eine Schenkung der Volksbank Nottuln (Appelhülsen, Buldern, Lette, Darup, Rorup). Deren Vorstände Martin Herding, Karl Weckendorf, Herbert Lohmann, Egbert Messing und Martin Aldenhoff hatten aus Anlass der Übergabe die Nottulner DRK-Führung mit den Rotkreuzleitern Christoph Homann und Agnes Schürkötter sowie dem designierten DRK-Vorsitzenden Peter Amadeus Schneider in die Räume der Volksbank geladen. Mit dabei auch Bürgermeisterin Manuela Mahnke. Sie ist selbst im Sanitätswesen ausgebildet und weiß, wie wichtig der Einsatz solcher Geräte ist. Mahnke lobte das Engagement der Volksbank und erläuterte:

„Die medizinischen Statistiken sagen, dass in Deutschland pro Jahr etwa 150 000 Menschen den plötzlichen Herztod sterben. Häufigste Ursache: Herzkammerflimmern. Hilfe durch versierte Retter mit entsprechend ausgerüsteten Rettungswagen benötigen (nach Erfahrungswerten) etwa neun Minuten, bevor sie beim Patienten eintreffen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten können. Da aber Gehirnzellen bereits nach vier Minuten abzusterben beginnen, ist schnellste Hilfe erforderlich. Und die kann jeder Laie mit einem solchen Defibrillator sofort leisten.“

Drei der neuen „Defis“ werden in den Publikumsräumen der Volksbank in Nottuln, Appelhülsen und Darup stationiert. Und können dort – genau wie die Geldautomaten – per Kameras gesichert und kontrolliert werden. Ein vierter Defibrillator wird im Vorraum des Schapdettener Dorfladens angebracht. Der fünfte in den Räumen des Sportvereins Grün-Weiß Nottuln.

Rotkreuzleiterin Agnes Schürkötter: „Das DRK kontrolliert alle vier Wochen die Funktion der Geräte vor Ort. Schäden daran können allerdings nur durch Vandalismus entstehen.“ Die Arbeitsweise der Defibrillatoren stellte Rotkreuzleiter Christoph Homann in einem faszinierenden Probeablauf vor, denn auf jeden Eingriff reagierte das „Defi“ mit ruhiger Automatenstimme: „Richtig! Und jetzt weiter mit . . .“

Das Beste: Sollte ein Laie einmal vor Aufregung eine falsche Herzdiagnose vermutet haben, womit sich ein „Schock“ mittels der Elektrodenkissen erübrigen würde, verhindert der Defibrillator sofort jede folgenschwere Tätigkeit.

Von Dieter Klein

Pressebericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 16.08.2017

18. August 2017 12:31 Uhr. Alter: 1 Jahre