Sie sind hier:  » 

Der Wettbewerb der Helfer

Rotkreuz-Landeswettbewerb 2016.

Realistische Szenarien: Im Beisein von DRK-Präsident Rudolf Seiters (r.) stellten die DRK-Helfer ihr Können unter Beweis. Foto: Dieter Klein

Nottuln

Rund 600 Rotkreuzler aus ganz NRW zeigten am Samstag in Nottuln, was sie drauf haben. Besonders gut stellten sich die Helfer des Kreisverbands Tecklenburger Land an. Sie landeten einen Doppelsieg.

 

 

 
 

Den ganzen Samstag über zogen durch Nottuln auffallend viele Gruppen junger Rotkreuzler. Ausgestattet mit Bollerwagen, Rettungskoffern und Soforthilfe-Equipment folgten sie ihren Aufgaben vom DRK-Stützpunkt in der Liebigstraße aus „von Fall zu Fall“.

Anlass dieser ungewöhnlichen Karawane war eine Großübung, der Rotkreuz-Landeswettbewerb Westfalen-Lippe mit einem eingegliederten Jugendwettbewerb. Rund 600 Rotkreuzler nahmen teil – junge, ehrenamtliche Helfer aus dem ganzen Land. Aus dem nahe gelegenen Dülmen-Buldern bis Herford.

Das Interesse lockte eine Menge Besucher. Aus Berlin war DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters mit DRK-Generalsekretär Christian Reuter angereist. Die Spitze des DRK-Kreisverbandes Coesfeld war mit den Vorständen Christoph Schlütermann und Ludger Jutkeit sowie der ehemaligen Landesrotkreuzleiterin Gabriele Sell-Gricksch und dem Nottulner Ortvereins-Vorsitzenden Ulrich Hargart vertreten.

Dr. Fritz Baur, DRK-Landesverbandspräsident, erwähnte in seinen Grußworten, dass der DRK-Landesverband Westfalen-Lippe allein im vergangenen Jahr 165 000 Teilnehmer in Erste-Hilfe-Kursen ausbilden konnte. Dennoch sah er diesen Rotkreuz-Wettbewerb als Gelegenheit dafür, der Öffentlichkeit zu zeigen, was die Helfer des Deutschen Roten Kreuzes zudem noch an qualifizierter Hilfe leisten können.

Er vergaß auch nicht den neuesten Leistungsbereich des DRK, die Flüchtlingshilfe. „Dieses Thema hat sich im vergangenen Jahr zu einer der größten Herausforderungen für unsere Gesellschaft entwickelt und wird uns sicher noch lange beschäftigen.“

In Nottuln hatten die Organisatoren des Wettbewerbs deshalb in der Astrid-Lindgren-Grundschule speziell für diesen Tag eine Flüchtlings-Unterkunft in­stalliert: Hier mussten junge Helfer nicht nur kleine Handreichungen demonstrieren, sondern auch Schlafräume kontrollieren und Kochstellen einrichten.

Auch DRK-Präsident Seiters griff das Thema „Flüchtlinge“ auf und bestätigte: „Wir waren in Europa nicht vorbereitet. Jetzt muss Europa lernen.“ Und Nottulns Bürgermeisterin Manuela Mahnke dankte: „An diesem Tag kann die Nottulner Bevölkerung interessante Einblicke in die Arbeit des DRK gewinnen. Vielleicht bekommt das DRK dadurch das eine oder andere neue Mitglied.“

Einblicke gewinnen konnten die Besucher im historischen Zentrum Nottulns. Hier waren großräumige Unfallstellen eingerichtet worden. An anderer Stelle konnten die Besucher Blut spenden oder die Rettungshunde-Staffeln aus Recklinghausen und deren Geschicklichkeit bewundern.

 

Sieger aus Ibbenbüren

 

Doppelsieg für das Rote Kreuz aus dem Kreisverband Tecklenburger Land: Beim 64. DRK-Landeswettbewerb am Samstag in Nottuln siegte die Rotkreuzgemeinschaft Ibbenbüren. Aus demselben DRK-Kreisverband stammen die Sieger des Jugendrotkreuz-Landeswettbewerbs der Stufe III (17 bis 27 Jahre). Am Wettbewerb nahmen die 16 Sieger der Kreiswettbewerbe teil, darunter aus der Region Rotkreuzgemeinschaften aus Dülmen-Buldern (Rang 7), aus Altenberge im Kreis Steinfurt (Rang 16), aus Heiden im Kreis Borken (Rang 12). Der DRK-Landesverband Westfalen-Lippe ist einer von 19 Landesverbänden im Deutschen Roten Kreuz.

 

 

von Dieter Klein

Pressebericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 05.09.2016

5. September 2016 11:14 Uhr. Alter: 2 Jahre