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DRK vor großen Herausforderungen

Flüchtlingsarbeit nimmt viel Raum ein / Bürgermeisterin Lisa Stremlau zur Vizepräsidentin gewählt.

Aktiv im DRK Kreis Coesfeld: v.l. Gregor Veltkamp (Vizepräsident), Dirk Hoffmann (Buldern, mit Ehrenabzeichen ausgezeichnet), Nadine Bolender (stellvertretende Kreis-Rotkreuz-Leiterin – neu gewählt), Lisa Stremlau (neue Vizepräsidentin), Vorstand Christoph Schlütermann, Präsident Konrad Püning, Hermann Richter (scheidet nach 52 Jahren aus dem Präsidium aus), Patricia Beck (neue Justiziarin). Foto: Patric Tomas Pereira

Kreis Coesfeld

Die Dülmener Bürgermeisterin Lisa Stremlau trat ihr neues Amt als Vizepräsidentin des DRK-Kreisverbandes Coesfeld an. Nach den Wahlen bei der Kreismitgliederversammlung löst Stremlau die bisherige Vizepräsidentin Patricia Beck ab, die im Präsidium nun als Justiziarin fungiert. Ausgeschieden ist aus diesem Amt Hermann Richter, der seit 52 Jahren dem Präsidium des DRK im Kreis Coesfeld angehörte.

Präsident Konrad Püning lobte Richters langjähriges Engagement und den ehrenamtlichen Einsatz der vielen Mitwirkenden und Helfer. „Ohne Ehrenamt wären die Leistungen des DRK gar nicht möglich“, unterstrich er. Dirk Hoffmann, Zugführer beim DRK Buldern, erhielt für sein Engagement das Ehrenzeichen des DRK – diese hohe Auszeichnung wird nur selten verliehen. Viel Zuspruch gab es in der gut besuchten Mitgliederversammlung für die Arbeit des DRK – Nottulns Ex-Bürgermeister Peter Amadeus Schneider hob ausdrücklich die Arbeit der Helfer und Retter hervor.

Ob Unfälle, ob Bombenentschärfung, ob Sparkassenmarathon, ob Flüchtlingsarbeit: Das DRK ist vor Ort. „Die Leistungen wurden 2015 weiter gesteigert“, wie Vorstand Christoph Schlütermann feststellte. Im Rettungsdienst seien 2015 kreisweit über eine Million Kilometer gefahren worden (Vorjahr: 948 000) in knapp 27 000 Einsätzen (Vorjahr: 25 400).

Der Kreisverband erfahre durch seine Ortsvereine eine breite ehrenamtliche Unterstützung: „Die DRK-Gemeinschaften in den Ortsvereinen leisten eine immense Arbeit für den Bevölkerungsschutz“, lobte Schlütermann. Neben den Rettungsdiensten und den Blutspendeterminen stellen sie in drei Einsatzeinheiten mit über 300 ehrenamtlichen Einsatzkräften und 50 Einsatzfahrzeugen den zivilen Bevölkerungsschutz sicher.

Schlütermann bezeichnete in seinem Rück- und Ausblick die Flüchtlingsarbeit als eine der größten Herausforderungen für das DRK. Über 12 Standorte mit Unterkünften für Asylbewerber hat der Kreisverband im Kreis Coesfeld zeitweise betrieben und 6000 Menschen betreut. Die Notunterkünfte im Kreis wurden mittlerweile bis auf eine Einrichtung in Dülmen abgebaut.

„Jetzt geht es mit unserer Arbeit im Bereich Integration weiter“, so Schlütermann. Auch hier stehe das DRK weiterhin vor großen Herausforderungen.

„Die Integration von Flüchtlingen mit Bleibeperspektive wird den Kreisverband intensiv beschäftigen.“ So befinden sich mehrere Beratungsdienste für Flüchtlinge des DRK an der Gartenstraße in Coesfeld. Die Einrichtung der Jugendhilfe, die unbegleitete Flüchtlinge in Seppenrade betreut, biete den Einstieg des DRK-Kreisverbands in das Aufgabenfeld erzieherische Hilfen und Wohngruppen, erklärte Schlütermann.

Um neue Aufgabenfelder besser zu strukturieren und Synergieeffekte zu nutzen, überlegt der Kreisverband die Gründung einer GmbH „Soziale Dienste“.

Ein Vorbild dafür sei die „Kita GmbH“, die voriges Jahr aus der Taufe gehoben wurde, und der sich die Ortsvereine anschließen können. „Wir rechnen damit, dass dies weitere Ortsvereine tun werden“, sagte Schlütermann.

Eine Herausforderung sei außerdem in den nächsten Jahren die Umsetzung des Notfallsanitätergesetzes.

Von Viola ter Horst

Pressebericht aus der Allgemeinen Zeitung vom 10.11.2016

12. November 2016 16:41 Uhr. Alter: 1 Jahre