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Dieter Maurer hat sich 125 Mal anzapfen lassen

DRK-Ehrung.

Ascheberg

 

Wann genau er den ersten halben Liter Blut gespendet hat, weiß Dieter Maurer nicht mehr: „Das muss nach meiner Zeit bei der Bundeswehr gewesen sein, etwa 1982.“ Seither hat er es 125 Mal getan.

Wann genau er den ersten halben Liter Blut gespendet hat, weiß Dieter Maurer nicht mehr: „Das muss nach meiner Zeit bei der Bundeswehr gewesen sein, etwa 1982.“ Sehr wohl konnte der Mann aus der Westerbauer am Donnerstagabend bei der Blutspenderehrung sagen, warum er dabei geblieben ist: „1983 war ich im Krankenhaus und habe selbst fremdes Blut benötigt. Deswegen habe ich weiter gemacht.“ Zwischenzeitlich war er rund 30 Mal in Münster, um Blutplasma zu spenden. Unter dem Strich sind so 125 Spenden zusammengekommen. Dieter Maurer war der Rekordmann unter den Jubilaren. Sein Gegenstück bei den Helfern, die für treue Dienste geehrt wurden, heißt Ewald Olbrich, wird am Montag 84 Jahre alt, und ist vermutlich jedem Blutspender bekannt. Denn Olbrich ist seit 50 Jahren dabei. „Immer dabei, stets ansprechbar“, lobte Vorsitzender Bernhard W. Thyen sein Engagement. Urkunde und Präsent nahm der Davensberger gerne entgegen, verkniff sich aber nicht den Hinweise: „Eigentlich ist es ja erst im April soweit.“

Nach einem Imbiss bemühte sich Frank Brokinkel vom Blutspendedienst West, einen Spagat hinzubekommen. In Deutschland sagten zwar 100 Prozent alle Menschen, dass Blutspenden wichtig sei, bundesweit gingen aber nur drei Prozent tatsächlich spenden. Im Bereich des Blutspendedienstes West immer noch 5,5 Prozent, im Kreis Coesfeld acht Prozent und mit 1725 Spendern in der Gemeinde Ascheberg 11,5 Prozent. Dazu berichtete Brokinkel, dass der Blutbedarf zurückgehe, die Mediziner über das Patientenblutmanagement auf die Bremse getreten hätten. Der Spagat begann dann: „Denken Sie nicht, dass wir nachlassen können. Wir benötigen weiter jede Blutspende.“ Durch den demografischen Wandel würden treue Spender ausscheiden aber nicht in gleicher Zahl nachwachsen. Eine älter werdende Gesellschaft werde zudem mehr Blut benötigen. Deswegen müsse man für einen ausscheidenden drei neue Spender finden. „Sie sind die besten Botschafter, schauen Sie sich in ihren Nachbarschaften und Vereinen um, bringen Sie Leute mit“, bat Brokinkel, um dann Nadel und Präsente zu verteilen. Kreisverbandsarzt Dr. Rolf Zimmermann würdigte anschließend das Engagement der Ehrenamtlichen. Weitere Mitstreiter sind beim Ortsverein willkommen.

Von Theo Heitbaum

Pressebericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 26.02.2016

28. Februar 2016 18:29 Uhr. Alter: 2 Jahre