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Hilfe im Zeichen der Solidarität

Sendener Kitas nehmen „Steverspatzen auf.

In der Kita Drachenwiese hat eine altersgemischte Gruppe in der Turnhalle ein Domizil auf Zeit gefunden. Vertreter von Gemeinde, DRK, Kitas sowie Kinder und Eltern wissen die Gastfreundschaft der Einrichtung zu schätzen. Foto: di

Senden

Die neue Kita im alten Rathaus ist voraussichtlich erst Anfang 2017 fertig. Ihre drei Gruppen der „Steverspatzen“ sind solange im evangelischen Gemeindezentrum, in der Kita „Drachenwiese“ und der Kita „Am Schloss“ willkommen.

Solidarität, Schulterschluss und Zusammenrücken – innerhalb der Kita-Landschaft in Senden sind das keine bloßen Floskeln, sondern es stellt die gelebte Praxis dar. Und eine Haltung, die sich – wie berichtet – abermals bewähren muss, weil die neue Tagesstätte „Steverspatzen“ im alten Rathaus nicht vor Anfang 2017 bezogen werden kann. Der Bedarf an Betreuung ist aber da.

Deshalb haben sich drei Gruppen ein Domizil auf Zeit gesucht. Damit wird die akute Nachfrage, die von der Gemeinde abgefragt worden ist, erfüllt, betonte Klaus Gilleßen, Fachbereichsleiter Zentrale Dienste, Bildung und Freizeit, vor der Presse.

Als Träger der Kita Steverspatzen, die am Kirchplatz die Pforten öffnen wird, fungiert der DRK-Ortsverein Senden. Mit einer eigenen Einrichtung springt er auch in die Bresche: Im Bewegungskindergarten Am Schloss findet eine U-3-Gruppe mit zehn Kindern im Alter von ein bis zwei Jahren Unterschlupf. Und zwar im Pavillon, einem separaten Gebäude, das vom August 2013 bis Mai 2014 auch die Buskamp-Kita nutzen durfte, als ihr Neubau entstand.

Eugen Scholle und das Team Am Schloss seien sofort bereit gewesen, erneut Raum zur Verfügung zu stellen, schildern Andrea Welzel, Leiterin der „Steverspatzen“, sowie Reinhold Wallkötter (Geschäftsführer) und Franz Wilfling (stellvertretender Vorsitzender) als Vertreter des DRK.

Gleiches gilt für die Gemeinde Senden als Träger der Tagesstätte An der Drachenwiese. Dort richten sich 22 Kinder zwischen zweieinhalb und sechs Jahren einer gemischten Gruppe in der Turnhalle ein. Für die Gemeinde sei es „selbstverständlich“ gewesen, so Gilleßen, auch in ihrer eigenen Einrichtung Platz zu schaffen. „Wir arrangieren uns“, gibt Dorata Wtulich als Devise für das Miteinander an der Drachenwiese aus. Dort sei Platz nicht zuletzt angesichts eines großen Freigeländes samt Bolzplatz keine Mangelware.

Für die Kita Drachenwiese besteht mit der Aufnahme der „Gast-Kinder“ auf Zeit auch die Möglichkeit, sich dafür zu revanchieren, dass die eigenen Schützlinge nach dem Brand der Kindertagesstätte im Jahr 2005 ebenfalls freundliche Aufnahme in anderen Einrichtungen erhalten haben, wie es hieß.

Die dritte Gruppe mit zehn Sprösslingen zwischen ein und zwei Jahren hat – wie berichtet – im evangelischen Gemeindezentrum ihr zeitweiliges Quartier bezogen.

Für alle ausgelagerten Gruppen gilt, dass sich ihre Zusammensetzung und ihr Personal nicht verändern, wenn der Standort zum alten Rathaus im Schatten von St. Laurentius verlagert wird.

Dort wächst die Kita „Steverspatzen“ im Jahr 2017 auf ihre konzipierte Größe als Vier-Gruppen-Einrichtung an.

Von Dietrich Harhues

Pressebericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 10.08.2016

13. August 2016 17:26 Uhr. Alter: 2 Jahre