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Zeichen für das höchste Lob

Verdienstmedaille des DRK-Landesverbandes.

Ehrung: Hans Krass, Dr. Bernhard Lohmann, Rainer Frisch, Friedhelm Staar, Konrad Püning, Hugo Gröning, Christoph Schlütermann (v.l.) Foto: iss

Herbern

Für außerordentliche Leistungen verlieh der Vorstand an Friedhelm Staar als ehemaligen und Rainer Frisch als amtierenden Rotkreuzleiter die Verdienstmedaille des Landesverbandes Westfalen Lippe – die höchste Auszeichnung, die innerhalb des Verbandes erlangt werden kann.

 


Es war keine alltägliche Ehrung, die am Freitagabend während der Jahreshauptversammlung des DRK-Ortsverbands Herbern stattfand: Für außerordentliche Leistungen verlieh der Vorstand an Friedhelm Staar als ehemaligen und Rainer Frisch als amtierenden Rotkreuzleiter die Verdienstmedaille des Landesverbandes Westfalen Lippe – die höchste Auszeichnung, die innerhalb des Verbandes erlangt werden kann.

Nach der Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden des Vereins, Hans Krass, informierte DRK-Kreisvorstandsvorsitzender Christoph Schlütermann über die Flüchtlingshilfe im Kreis und lobte die gute Arbeit im Herberner Ortsverein.

Weiter ging es mit den Ehrungen. Dafür war sogar Konrad Püning, Präsident des DRK-Kreisverbandes, angereist. Dieser überreichte die Verdienstmedaillen an Friedhelm Staar und Rainer Frisch und hob dabei die Leistungen, die das Duo für das Deutsche Rote Kreuz erbracht hat, hervor.

Friedhelm Staar ist seit 45 Jahren Mitglied im Herberner Ortsverband. In dieser Zeit durchlebte der 60-Jährige viele Stationen und satzungsgemäße Aufgaben im Verein. Über 40 Jahre war er im Katastrophenschutz und der öffentlichen Gefahrenabwehr tätig. Seit Mitte der 1990er Jahren ist zudem als Ausbilder in Erster Hilfe sowie AED Früh-Defibrillation tätig. Viele Jahre war Staar als Stellvertretender Rotkreuzleiter tätig und wurde 2010 Rotkreuzleiter der Ortsgruppe, eine Führungsaufgabe, die er aus gesundheitlichen Gründen 2014 abgab. Er begleitete zahlreiche Sanitätsdienste bei Sport- und Reitturnieren, Karnevalveranstaltungen und dem MSC Herbern.

Eine weitere Verdienstmedaille des Landesverbandes Westfalen ging an Rainer Frisch, der seit über 30 Jahren im Dienst des DRK steht. Über 20 Jahre war Frisch in Wiesloch aktiv, seiner vorherigen Heimat. Seit 2014 ist er Rotkreuzleiter des Herberner Ortsverbandes. Sein Hauptanliegen ist dabei die Aus- und Fort- und Weiterbildung. Genau wie sein Vorgänger begleitet er die Sanitätsdienste. „Die Auszeichnung der beiden ist verdient. Sie sind Rotkreuzler durch und durch“, fasste der Ortsverein-Vorstand das Wesen von Staar und Frisch zusammen. Dem Antrag von Rainer Frisch, den 60-Jährigen Friedhelm Staar als Rotkreuzleiter außer Dienst aus zu zeichnen, wurde einstimmig stattgegeben. Staar selbst sagte erfreut und gerührt: „Ich nehme diese Auszeichnung nicht nur für mich alleine an, sondern stellvertretend für alle.“

Weitere Ehrungen: Hugo Grönig steht seit nunmehr 45 Jahren dem Roten Kreuz zur Seite. Seit 25 Jahren ist Dr. Bernhard Lohmann als Rotkreuzarzt im Verein tätig.

Rotkreuzleiter Rainer Frisch bilanzierte anschließend die Tätigkeiten der Rotkreuz-Gemeinschaft aus dem vergangenen Jahr: 19 ehrenamtliche Helfer sind 2015 tätig gewesen, insgesamt 6140 ehrenamtliche Arbeitsstunden sind dabei zusammen gekommen. Viele Stunden wurden hier in der Aus- und Fortbildung der Mitglieder investiert. Bei insgesamt 39 Sanitätswachdiensten sowie Technischen Diensten waren die Herberner stets gut vertreten.

Von der Versammlung bestätigt wurden die Posten von den den stellvertretenden Rotkreuzleitern Ralf Wollenweber und Tobias Tyburzy, Jugendrotkreuzleiters Peter Koch und dessen Stellvertreter Michael Schütte-Nütgen. Peter Koch schloss seinen Jahresbericht des Jugendrotkreuzes an. 40 Kinder- und Jugendliche sind hier aktiv. Themen in den Gruppenstunden seien die Heranführung an die erste Hilfe, soziales Miteinander und die Grundsätze des Jugendrotkreuzes. Der Spaß stehe dabei immer im Vordergrund. Insgesamt 360 Stunden, davon 278 in Aus- und Fortbildung sind hier geleistet worden. Der Schulsanitätsdienst in der Profilschule ist gut angelaufen und wird weiterhin ausgebaut.

Vier Blutspende-Termine haben stattgefunden, insgesamt sinkt die Zahl der kontinuierlichen Spenden immer weiter. „Das ist aber nicht nur ein Problem für Herbern“, resümierten Hans Krass und Rainer Frisch. „Wir werden dieses Problem angehen und nach Lösungen suchen. Beim nächsten Blutspendetermin am wird schon mal ein Lautsprecherwagen durchs Dorf fahren und auf die Blutspende aufmerksam machen“, versprach der Rotkreuzleiter.

Drei Fragen an Friedhelm Staar

Sie sind heute mit der Verdienstmedaille des Landesverbandes Westfalen Lippe ausgezeichnet worden. Was bedeutet das für Sie?

Staar: Ich bin gerührt und sprachlos. Ich habe meinen Job hier immer gerne gemacht und sehe viele Dinge als Selbstverständlich an. Die Ausbildung in der Ersten Hilfe und Ersten Hilfe am Kind ist weiterhin mein Steckenpferd. Aus gesundheitlichen Gründen musste ich etwas zurücktreten, aber ganz aufhören käme für mich nicht in Frage, dafür bedeutet mir der Verein zuviel.

Seit 45 Jahren sind sie im Herberner Ortsverein tätig. Was macht die Arbeit hier so besonders?

Staar: Ich habe alle Stationen beim DRK durchlaufen. Dieser Verein ist im Laufe der Jahre zu meiner zweiten Familie geworden.

Was liegt Ihnen besonders am Herzen?

Staar: Die Jugendarbeit, denn ohne Nachwuchs funktioniert das ganze System nicht. Vor 13 Jahren habe ich das Jugendrotkreuz gegründet, was heute eine feste Größe im Verein hat. Darauf bin ich ganz besonders stolz. Ebenfalls am Herzen liegt mir die Anschaffung von AED´s in der Gemeinde.

Von Isabel Schütte

Pressebericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 24.04.2016

27. April 2016 14:29 Uhr. Alter: 2 Jahre