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Damit Integration gelingen kann

DRK richtet an der Gartenstraße neue Fachstelle ein / Beratung und Begleitung für Flüchtlinge und Helfer.

Die Leiterin der neuen Fachstelle Integration, Tatjana Soliman (M.), hat mit ihren Kollegen Ahmed Eltaib und Monika Robert die neuen Büros schon bezogen. Auch Ulrike Sanchez und Kai Reinelt, beide nicht auf dem Foto, gehören zum Team. Weitere Kollegen kommen in den nächsten Wochen dazu. Fotos: ude Foto: az

Coesfeld

Es riecht nach frischer Farbe. Die Räume sind noch nicht komplett möbliert, aber auf der Theke im Eingangsbereich gibt es schon Ständer mit vielen hilfreichen Broschüren. Ins Erdgeschoss des ehemaligen Caritas-Hauses an der Ecke Gartenstraße/Wiesenstraße zieht gerade die neue „Fachstelle Integration“ des DRK-Kreisverbands Coesfeld ein. Von hier aus wird sich ab sofort unter der Leitung von Tatjana Soliman ein Team von rund zehn Fachleuten darum kümmern, dass Flüchtlinge und Migranten nicht nur bürokratische Herausforderungen meistern und die Hürden des Alltags überwinden, sondern langfristig auch eine neue soziale Heimat finden.


„Wir sind weit und breit die einzigen, die ein Integrationsangebot in so großem Umfang machen können“, ist DRK-Kreisvorstand Christoph Schlütermann stolz. Dabei steuert das Team von der Wiesenstraße aus nicht nur kreisweite Aufgaben: „Wir haben ja vor einiger Zeit schon die kommunale Flüchtlingsbetreuung für Coesfeld und Billerbeck übernommen“, erinnert Schlütermann. Allein vier Stellen sind für diese Arbeit in den Kommunen vorhanden. „Das ist eine aufsuchende Tätigkeit“, erklärt Schlütermann. „Die Mitarbeiter gehen zu den Menschen hin und zeigen Präsenz in den Zentren und Unterkünften“, beschreibt er die Aufgabe. Auch wenn demnächst in Lette die Blockhäuser an der Bruchstraße bezogen werden, übernehmen die Mitarbeiter des DRK Hilfe bei Alltagsproblemen und die soziale Begleitung. „Dabei arbeiten wir ganz eng mit der Flüchtlingsinitiative Coesfeld und anderen Ehrenamtlichen zusammen“, betont Schlütermann, wie wichtig die Unterstützung aus der Bevölkerung ist.

In der neuen „Fachstelle Integration“ sind aber auch kreisweite Aufgaben des DRK in Sachen Integrationsarbeit gebündelt und neu geordnet. Weil es gelungen sei, Fördertöpfe des Bundes und des Landes anzuzapfen, sei eine deutliche personelle Verstärkung und Intensivierung der Arbeit möglich, so Schlütermann. So wird etwa die seit Jahren bewährte Migrationsberatung personell aufgestockt. Dabei geht es um bedarfsorientierte Einzelfallberatung, den Umgang mit Behörden und um Netzwerkarbeit. Ein weiterer Bereich ist die „Regionale Flüchtlingsberatung“, zum Beispiel Unterstützung in Asylverfahren oder Fragen der Familienzusammenführung. Schließlich wird sich die Fachstelle als Integrationsagentur auch darum kümmern, das vielfältige bürgerschaftliche Engagement zu fördern und zu professionalisieren. Tatjana Soliman selbst wird in diesem Bereich verstärkt tätig sein und zum Beispiel Ehrenamtliche, aber auch Lehrer oder Pädagogen in der Arbeit und im Umgang mit Flüchtlingen schulen.

<>Von Ulrike Deusch

Pressebericht aus der Allgemeinen Zeitung vom 31.03.2016

3. April 2016 11:40 Uhr. Alter: 2 Jahre