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Lebensretter machen sich rar.

Rückgang bei den Blutspendern.

Ascheberg

 

Die DRK-Ortsverbände betrachten die jüngste Entwicklung mit Sorge: Sowohl in Herbern als auch in Davensberg und Ascheberg blieb die Beteiligung an den Blutspende-Terminen unter den Erwartungen. Teilweise sogar sehr deutlich.

Es ist ein ganz besonderer Saft – weshalb Blut auch ganz besonders begehrt ist. Die Zahl der Spender, die sich für den Aderlass zur Verfügung stellen, ist aber derzeit besonders niedrig. Die DRK-Ortsverbände Ascheberg-Davensberg und Herbern schlagen zwar nicht Alarm, doch Sorgen bereitet ihnen diese Entwicklung durchaus.

Denn es schlägt eine kleine Negativ-Serie zu Buche: Mit 134 Blutspender verzeichnete das DRK in Herbern am vorigen Donnerstag die niedrigste Beteiligung des ganzen Jahres (WN, 26.9.), der Termin in Davensberg am Dienstag blieb mit 77 Spendern knapp unter der erhofften Mindest-Marke von 80.

Beim jüngsten Spende-Termin, am Mittwoch im Ascheberger Schulzentrum, zählte der DRK-Ortsverband 120 Freiwillige, die sich anzapfen ließen. Damit liegt die Resonanz auf den Spende-Aufruf um rund ein Drittel niedriger als sonst, bilanziert Wilhelm Baumhöver vom Vorstand des DRK-Ortsverbandes. Die Ursachenforschung laufe. Was genau zu diesem Trend – „das ist schlimm“, so Baumhöver – geführt habe, darauf könne er sich noch keinen Reim machen. Es gebe erste Ansätze, wo die Gründe zu suchen seien. Die Spenden-Muffeligkeit werde ausdrückliches Thema einer der nächsten Sitzungen sein.

Saisonale Faktoren dürften nicht durchschlagen. Denn nach Angaben von Claudia Müller, Pressereferentin beim DRK-Blutspendedienst in Münster, finden sich die schwachen Phasen in den Ferien oder in Monaten wie dem Mai, in dem viele Feier- und Brückentage liegen. Im Bezirk Münsterland und Ostwestfalen verzeichnet das DRK im September ebenfalls einen Dämpfer: Gegenüber dem Vorjahr folgten zehn Prozent weniger Spender dem Aufruf. Diese Zahl spiegele aber die flächendeckende Entwicklung wider. In einzelnen Orten könnten deutliche Zuwächse und Rückgänge bei der Spendenfreudigkeit anzutreffen sein. Der DRK-Blutspendedienst sei bisher noch gut bestückt. Doch die Aufrufe des Roten Kreuzes dienten immer dazu, den aktuellen Bedarf möglichst punktgenau zu decken.

Müller hofft, „dass die Menschen wieder vermehrt kommen, um anderen Menschen das Leben zu retten“.

► Da auch die Verpflegung auf eine größere Beteiligung ausgerichtet war, blieben Lebensmittel unberührt, die das DRK an die Ascheberger Tafel gespendet hat.

Von Dietrich Harhues

"Wir hoffen, dass Menschen vermehrt kommen, um anderen Menschen das Leben zu retten".

Claudia Müller, Sprecherin des DRK-Blutspendedienstes Münster

Pressebericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 02.10.2015

3. Oktober 2015 14:53 Uhr. Alter: 3 Jahre