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In Rekordzeit entschärft.

Fünf amerikanische Fliegerbomben Mittwochmittag auf Gelände des Hengte-Quartiers unschädlich gemacht.

Foto: Manuela Reher

Coesfeld

In Rekordzeit haben Dieter Berchem und Uwe Pawlowski vom Kampfmittelräumdienst am Mittwochmittag fünf amerikanische Fliegerbomben auf dem Gelände des künftiges Wohnquartiers Hengte entschärft. Nach dem Start der Aktion um 12.20 Uhr konnte bereits um 13.15 Uhr Entwarnung gegeben werden.

Da die mechanischen Kopfzünder der jeweils 75 Kilogramm schweren Bomben noch gut erhalten gewesen seien, sei die Entschärfung zügig erfolgt, kommentierte Berchem. Der Mitarbeiter der Bezirksregierung Arnsberg hat im Laufe seines Berufslebens bereits mehr als 600 Entschärfungen vorgenommen. Insgesamt waren vier Mitarbeiter vom kampfmittelräumdienst vor Ort – zur Sicherheit für den Fall, dass es Komplikationen gegeben hätte. Insgesamt habe es zehn Verdachtsmomente auf Bomben gegeben, teilte Berchem mit. Fünf hätten sich bestätigt.

Für die Entschärfung mussten insgesamt 125 Personen aus 49 Haushalten evakuiert werden. Ein Teil von ihnen wurde in der Betreuungsstelle in der Turnhalle des Schulzentrums an der Holtwicker Straße von DRK-Käften versorgt.

Bürgermeister Heinz Öhmann zog eine vorläufige Bilanz: „Die verschiedenen Organisationen haben beispielhaft abgestimmt zusammengewirkt. Ob Polizei, städtisches Ordnungsamt, Freiwillige Feuerwehr, Rotes Kreuz, also ehrenamtliche und hauptamtliche Helfer haben überaus professionell ihre Arbeit gemacht.“ 80 Helfer waren insgesamt im Einsatz. Auch die betroffenen Straßen mussten abgesperrt werden. Weder Autofahrer noch Radfahrer oder Fußgänger durften sich während der Bombenentschärfung dort aufhalten.

Von Manuela Reher

Pressebericht aus der Allgemeinen Zeitung vom 20.05.2015

23. Mai 2015 12:09 Uhr. Alter: 3 Jahre