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Spendenkonto:
SparkasseWestmünsterland
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Bevor Blut fließt, ist viel zu tun.

Aufbauen kostet Zeit.

Ascheberg

 

Anmelden, Blut abzapfen lassen, Abend essen - damit bei einem Blutspendetermin alles funktioniert, müssen die Helfer schön früh anpacken.

Alle Ascheberger waren am Mittwoch um 17 Uhr zum Blutspenden ins Schulzentrum Nordkirchener Straße aufgerufen. Bis der erste Spender seinen Lebenssaft abgeben kann, gibt es jedoch allerhand zu tun: Schon um 15.15 Uhr treffen sich die DRK-Teams aus Ascheberg und Münster, um alles für die Spende vorzubereiten.

An allen Stellen ist gleichzeitig etwas zu erledigen. In einem Klassenzimmer werden Liegen aufgestellt und allerhand Material ausgepackt, im nächsten werden Tische zusammengerückt und für den Imbiss nach der Spende eingedeckt. Auch in der Küche wird fleißig gearbeitet. Agnes Flaskamp ist seit zwei Jahren dabei: „Mir macht es einfach großen Spaß. Es fehlen viele helfende Hände. Bald muss alles fertig sein und bis dahin gibt es noch viel zu tun.“ Da werden für die Schnittchen Brötchen geschmiert, Rohkost geschnitten, Eier gepellt, der Aufschnitt angerichtet und jede Menge Kannen Kaffee und Tee gekocht. Marianne Wüpping, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit beim DRK-Blutspendedienst, lässt alle Ehrenamtlichen eine Hygieneunterweisung für den Umgang mit Lebensmitteln unterschreiben: „Das sind Dinge, die eigentlich jede Hausfrau kennt, aber es muss nachgewiesen werden, dass die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden.“

In den Imbissraum werden jede Menge Getränkekisten geschleppt. Hier wird normalerweise die Klasse 9 a unterrichtet. Mit einem Tafelbild wurde sie darauf hingewiesen, dass der Raum in einem „Top-Zustand“ zu verlassen ist. Die Vorbereitung fängt also schon bei der Mithilfe der Schüler an. Um für eine schöne Atmosphäre zu sorgen, werden Blumen beschnitten und in Vasen auf die Tische gestellt.

Im Spendenraum riecht es bereits nach Desinfektionsmitteln. Hier wird das gesamte Equipment, von der Liege bis zur Pflasterrolle, aus Münster mitgebracht. Mit Sackkarren werden verschiedenfarbige Boxen zum passenden Ort gefahren und ausgepackt. Es werden Geräte angeschlossen, Verbandsmaterial bereit gestellt und Beutel ausgepackt. Die Arbeit geht im Akkord, die eingeübten Handgriffe sitzen. Eine Mitarbeiterin stöhnt: „Dieser Koffer wiegt zehn Kilo. Ich bin froh, dass es hier wenigstens ebenerdig ist und ich keine Treppen laufen muss.“ Um 16.30 Uhr dürfen sich alle beim gemeinsamen Imbiss endlich eine kurze Verschnaufpause gönnen. Hierbei wird eifrig diskutiert, weil in Münster bereits die Termine für das nächste Jahr geplant werden müssen. Die längeren Schulzeiten bringen    große    Organisations-schwierigkeiten mit sich. Für die Teams ist es allerdings unmöglich, die Spendenzeiten noch weiter nach hinten zu verlegen.

Pünktlich treffen die ersten Spender ein. Sonja Otte ist eine von ihnen und wird bei jedem Schritt von ihren neugierigen Zwillingen begleitet. Sie ist den Ablauf mittlerweile gewohnt, da sie bereits zum 57. Mal Blut spendet. „Tut das weh?“, fragt die vierjährige Katharina besorgt, als die Nadel in die Vene gestochen wird. Ihr Bruder Maurice will genau wissen, wo das Blut hinkommt. Gemeinsam beobachten sie, wie es in einen Beutel fließt. Für die Ehrenamtlichen und die Mitarbeiter des DRK hört die Arbeit nach der Spende jedoch noch lange nicht auf, erklärt Wüpping. „Nachdem das Material gründlich desinfiziert wurde, muss wieder alles zusammengepackt werden. Vor halb zehn fährt der Bulli nicht zurück nach Münster.“

Von Anja Kleykamp

Pressebericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 26.06.2015

28. Juni 2015 13:45 Uhr. Alter: 3 Jahre