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Maxikinder lernen die Schule spielend kennen.

Jahrgangsübergreifende Pausen.

Ascheberg

 

Spielerisch lernen die künftigen i-Männchen in dieser Woche die Lambertusschule Ascheberg kennen.

„Gerade waren sie noch richtig laut und die Größten. Jetzt sind sie ganz ruhig.“ Die Erzieherinnen der DRK-Kitas Bügelkamp und Rheinsbergring schmunzeln beim Blick auf 14 Mädchen und Jungen ihrer Einrichtung. Mit ihnen sind sie zur Lambertusschule gekommen, wo die jahrgangsübergreifende Pause ihre Premiere erlebt. Im Laufe der Woche kommen auch die beiden katholischen Kindergärten mit ihren Maxikindern zur Ascheberger Schule, die Schuwidus von St. Anna werden dem Standort Davensberg eine Visite abstatten.

Die Premierenbesucher gehen zum Frühstück in die Klasse 2 b, nicht weil hier Konrektorin Britta Müller als Initiatorin des Projektes Klassenlehrerin ist, sondern weil die Zweitklässler in wenigen Wochen als Paten für die i-Männchen im Einsatz sind. Die Steppkes, die hier im Klassenraum gemeinsam frühstücken, werden sich nach den Ferien also wiedersehen. Die Schüler werden auf ihre soziale Aufgabe als Paten vorbereitet, die Kita-Kids lernen schon einmal ein bisschen von ihrer künftigen Schulwelt kennen. „Wir möchten den Kindern einen möglichst fließenden Übergang von der Kita in die Schule ermöglichen“, erläutert Britta Müller. Das Projekt JÜP ist darum sehr niederschwellig. Mit dem Krach der Pausenklingel nehmen ältere Kinder kleine Besucher an die Hand und es geht hinaus in das übliche Schulhof-Getümmel. Viele Kita-Kids zieht es zu den Spielgeräten, in die Horde der Fußballer traut sich noch niemand.

Während mit dem nächsten Klingelzeichen fast alle Kinder in die Schule strömen, dürfen die 2 b und ihre Gäste bleiben. Jetzt packt Britta Müller eine Spielekiste aus. Die Kinder ihrer Klasse haben sie vorher inspiziert und sich für Geräte entschieden. Zu ihnen kommen Kita-Steppkes und gemeinsam wird ein Ball über den Schulhof jongliert, Tischtennis gespielt oder ein anderes kreatives Spiel ausprobiert. Konzentrierte und lachende Gesichter zeigen auf, dass der Inhalt der Spielekisten ankommt und die Spieler miteinander verbindet, auch wenn „Groß“ und „Klein“ sich vorher nicht kannten. Bezahlt hat Gelsenwasser die Spielgeräte im Rahmen des Förderprogramms „Von klein auf“, das die Schule erfolgreich angezapft hat.

Den Tornister haben die i-Männchen schon daheim stehen, an der Schultüte wird in den Ferien gearbeitet und der Pausenbesuch hat die Vorfreude auf die Schule gesteigert.

Von Theo Heitbaum

Pressebericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 24.06.2015

24. Juni 2015 13:19 Uhr. Alter: 3 Jahre