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100 Jahre

Pressebericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 23.03.2014

Ascheberg
 

DRK feiert ein echtes Wiegenfest.

Der DRK-Ortsverein Ascheberg-Davensberg kehrte am Samstag mit zahlreichen Ehrengästen dorthin zurück, wo seine Wiege stand: Von Amtmann Friedrich Press 1914 im alten Rathaus gegründet, feierte er jetzt im Bürgerforum das 100-jährige Bestehen.

In den Festreden galt es die Brücke zu schlagen von der humanitären Hilfe im ersten Weltkrieg bis zu den Kindergärten, die der DRK-Ortsverein heute trägt.

Bürgermeister Dr. Bert Risthaus dankte für den vielfältigen Einsatz des Ortsvereins, der Vertriebene bei ihrer Ankunft im Haus Klaverkamp nach dem Krieg genauso versorgt habe, wie er seit 1953 als einer der ersten Ortsvereine örtliche Blutspendetermine organisiere. Der Ortsverein sei ein guter, verlässlicher und fairer Partner der Gemeinde. Er dürfe stolz auf das geleistete Werk zurückschauen, mit Selbstvertrauen die Tagesaufgaben lösen und zuversichtlich nach vorne schauen.

Landrat Konrad Püning, seit einigen Wochen Präsident des Roten Kreuzes im Kreis, erinnerte daran, dass 50 Jahre vor dem Schreiben von Friedrich Press an den „königlichen“ Landrat, dass in Ascheberg ein Ortsverein entstanden sei, Henri Dunant auf dem Schlachtfeld von Solferino die Idee zum Roten Kreuz gehabt habe, was 1864 mit der Genfer Konvention auf den Weg gebracht worden sei. Als „Rotkreuzschwester“ sei auch das DRK Ascheberg in den Kriegsjahren gefragt gewesen. Im Rathaus habe nicht nur die Wiege gestanden, traditionell seien Kommunen und Rotes Kreuz verbunden. In Ascheberg zeige sich das, weil der frühere Gemeindedirektor Bernhard Thyen seit 1978 als Vorsitzender fungiere und mehr als ein Drittel der Vereinsgeschichte maßgeblich beeinflusst habe. Darunter falle auch die erste Trägerschaft im Kreisverband für einen Kindergarten. Ermöglicht werde die Arbeit aber vor allen Dingen durch ehrenamtliche Kräfte, denen er ausdrücklich dankte. Vorstand Christoph Schlütermann sieht das Zusammenspiel von Haupt- und Ehrenamtlichen als große Stärke des Roten Kreuzes. In einer Gedenkminute wurde stellvertretend für die Aktiven in 100 Jahren Friedrich Press, Heinrich Stiens, Dr. Günther Klopfer und Alfons Lohmann gedacht.

Heinz Öhmann, Vorsitzender des DRK Coesfeld, gratulierte für die Nachbarvereine und regte an, bei den Kindergärten noch enger zusammenzuarbeiten. Mit dem musikalischen Beitrag von Kindergartenkindern hatte die Feierstunde begonnen. Während des Festaktes sorgten Christoph Hönig (Flügel) und Miriam Bosch (Querflöte) für die Musik.

Nachdem Vorsitzender Bernhard W. Thyen abschließend die Festschrift vorgestellt hatte, gab es bei einem Imbiss Zeit für viele Gespräche der Gäste aus dem Verein, den Parteien, der Nachbarvereine, der Kirchen und der Erzieherinnen aus den Kindergärten.

Von Theo Heitbaum

25. März 2014 19:08 Uhr. Alter: 4 Jahre