Sie sind hier:  » 

Festakt am Samstag

Pressebericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 20.03.2014

Ascheberg
 

Rotes Kreuz hilft seit 100 Jahren.

Es ist im Ortsbild präsent: Das Rot-Kreuz-Symbol prangt an zwei Kindergärten. Es ziert den Dienstdress der Helfer im Sanitätsdienst, es ist alle drei Monate bei Blutspendeterminen zu sehen, Erste-Hilfe Ausbilder tragen es und das Rote Kreuz markiert einen Bereich der Seniorenarbeit.

Dokumentiert ist, dass Amtmann Friedrich Press dem „königlichen“ Landrat in Lüdinghausen am 14. August 1914 mitgeteilt hat, dass sich eine Ortsgruppe des Roten Kreuzes in Ascheberg gebildet hatte. In diesem Jahr wird also Jubiläum gefeiert. Der DRK Ortsverein Ascheberg-Davensberg feiert sein 100-jähriges Bestehen. Am Samstag (22. März) steht ein Festakt im Bürgerforum auf dem Programm.

DRK-Namen

Vorsitzende nach dem Krieg: Heinrich Stiens, Werner Butzlaff, Heinrich Kroes und seit 1978 Bernhard W. Thyen. Ehrenmitglieder: Heinrich Stiens, Heinrich Kroes, Dr. med. Günther Klopfer, Ignatz Wagemann. Jubiläums-Vorstand: Vorsitzender Bernhard W. Thyen, stellvertretender Vorsitzender Dieter Pape, Schatzmeister Willi Baumhöver, Rotkreuzleiterin Bereitschaft  Maria Sträter, Bereitschaftsarzt Dr. Rudolf Sonnek, Ingeborg Stange, Petra Zumbülte Leiterinnen der Kindergärten

Das Dokument aus dem Staatsarchiv Münster belegt, dass tatsächlich Jubiläum gefeiert werden darf. Aber es ist eins der wenigen Schriftstück, die aus der Anfangszeit des Ortsverbandes zu finden sind. Etwas mehr hat der Vorstand um Bernhard W. Thyen für eine Festschrift aus der Zeit nach dem Krieg zusammengetragen. So gehörte es am Ende des Zweiten Weltkrieges und in der ersten Zeit danach zu den Aufgaben, einmarschierende Amerikaner zu verpflegen und später Ost-Vertriebene und -Flüchtlinge zu betreuen.

Das Arbeitsfeld des Ortsvereins Ascheberg-Herbern hat sich seit Beginn der 90er Jahre kräftig gewandelt. Denn seit 1992 sind zwei Kindergärten unter der Trägerschaft des Roten Kreuzes entstanden. Ein Provisorium   ging im Oktober 1992 in Pavillons neben der Realschule an den Start und mündete später im DRK-Familienzentrum Bügelkamp, an den die Kita im September 1995 umgezogen ist. Fünf Jahre später, am 1. März 2000, öffnete die Ein-Gruppen-Kita Rheinsbergring die Türen, er ist im vergangenen Jahr auf drei Gruppen ausgebaut worden.

Fällt die Arbeit der Ehrenamtlichen beim Blutspenden und als Sanitätsdienst bei großen Veranstaltungen, besonders im Sport, ins Auge, arbeitet die Seniorenabteilung mehr im Verborgenen. Eine Gruppe wurde von Alfons Lohmann in Davensberg aufgebaut. Sie trifft sich wöchentlich im Pfarrheim St. Anna. In Ascheberg sind zwei Gymnastikgruppen im DRK-Heim unter der Regie von Paula Havighorst aktiv. Dieser Bereich wird sich angesichts des demografischen Wandels vermutlich ausweiten.

Von Theo Heitbaum

21. März 2014 18:59 Uhr. Alter: 4 Jahre