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DRK-Kleiderkammer seit einem Jahr im St.-Marien-Hospital

Pressebericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 07.03.2014

Lüdinghausen
 

1600 Artikel ausgegeben.

Vor einem Jahr siedelte die DRK-Kleiderkammer von der Villa Westerholt in Räumlichkeiten am St.-Marien-Hospital um. Und dort erfreut sich das Angebot reger Nachfrage. 1600 Textilartikel wurden von dem ehrenamtlichen Team seither an Bedürftige ausgegeben.

„Die Versorgung bedürftiger Menschen mit guter Secondhand-Bekleidung ist dem DRK ein wichtiges Anliegen, zählt doch die Kleidung zu den Grundbedürfnissen“, so Jo Weiand, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins. Nachdem die DRK-Kleiderkammer vor über einem Jahr von der Villa Westerholt zum St.-Marien-Hospital umgezogen ist, ziehen die Verantwortlichen eine erste Bilanz. „Wir betreuen zur Zeit circa 105 Familien und Einzelpersonen, von denen die meisten aus Lüdinghausen, aber auch aus Senden, Ascheberg, Nordkirchen und Selm kommen“, berichtet Sabine Schürjan als Teamleiterin der Kleiderkammer.

Der neue Standort im Krankenhaus werde inzwischen gut angenommen. Insgesamt seien 2013 rund 1600 Artikel ausgegeben worden. Überwiegend Kleidung und Schuhe für Damen, Herren und Kinder, aber auch Bettwäsche und Decken sowie andere Textilien wechseln für eine „kleine Gebühr“ den Besitzer.

Notwendigen Nachschub erhält die Kleiderkammer an jedem ersten Freitag im Monat, wo von 15 bis 17 Uhr im DRK-Haus an der Werdener Straße die Möglichkeit zur Kleiderabgabe besteht. Außerdem wird für größere Mengen ein „Abholservice“ angeboten, um gebrauchte Sachen direkt bei den Spendern abzuholen. „Rund fünfzig Mal wurde dieser Service im vergangenen Jahr in Anspruch genommen“, berichtet Hans-Jürgen Schürjan, der sich um dieses Angebot des Ortsvereins kümmert.

Zudem finden im März und September DRK-Altkleider-Straßensammlungen statt. „Die Kleiderspenden werden durch das Team von Hand sortiert und dem Sortiment zugeführt. Das gilt auch für die Kleiderspenden, die in den Container am DRK-Haus eingeworfen werden. So können wir ständig ein aktuelles Warenangebot sicherstellen“, ergänzt Sabine Schürjan.

Anders verhält es sich mit den Textilien aus den Kleidercontainern, führt Gerd Krämer, Schatzmeister des DRK-Ortsvereins, weiter aus. Diese Container stehen an verschiedenen Standorten, überwiegend in der Nähe von Glascontainern. Diese kombinierte Standortwahl wurde gewählt, da nach einer Studie nur 20 Prozent der Altkleider über Sammelcontainer beziehungsweise Straßensammlungen wiederverwendet werden und der Rest unzulässigerweise im Hausmüll landet. Wöchentlich werden die Container vom DRK-Service geleert und der Inhalt an ein zertifiziertes Verwertungsunternehmen verkauft.

Rund 55 Prozent sind als Kleidung noch tragbar und werden von den Firmen als Secondhand-Ware in unterschiedliche Länder exportiert und verkauft. „Die Erlöse kommen unseren zahlreichen ehrenamtlichen Aufgaben zugute, etwa im Katastrophenschutz. So konnten im vergangenen Jahr unter anderem finanzielle Mittel für ein neues Einsatzfahrzeug sowie notwendige digitale Funkgeräte der Rotkreuzgemeinschaften eingesetzt werden“, so der Schatzmeister weiter.

Jo Weiand ergänzt, „Wenn das DRK wichtige gesellschaftspolitische Aufgaben in unserer Stadt übernimmt, dann sind wir dankbar, wenn die Stadt uns im Gegenzug entsprechende Containerstandorte zur Verfügung stellt.“

►  Näheres zum Thema Altkleider ist auf der Homepage „www.drk-luedinghauen.de“ unter „Sie wollen helfen/Altkleiderspende“ zu erfahren

Von Michael Bee

9. März 2014 13:22 Uhr. Alter: 4 Jahre