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DRK und Sachsen-Anhalt bedanken sich für Unterstützung aus dem Kreis Coesfeld

Pressebericht aus der Allgemeinen Zeitung vom 03.03.2014

Kreis Coesfeld
 

Späte Ehre für 63 Fluthelfer.

Die Ehrung kam spät. Aber sie kam. Für ihren Einsatz beim Hochwasser im Juni 2013 im Osten Deutschlands sind jetzt 63 ehrenamtliche Helfer des Deutschen Roten Kreuzes aus dem Kreis Coesfeld bei einer Feierstunde in der Kreisgeschäftsstelle ausgezeichnet worden. Konrad Püning, neuer Präsident des Kreis-DRK und Landrat, überreichte den Aktiven dabei nicht nur Urkunden und Abzeichen des DRK-Landesverbandes, sondern – im Auftrag von Ministerpräsident Reiner Haseloff – auch die offizielle Fluthelfer-Nadel des Landes Sachsen-Anhalt. Diese soll Dank und Anerkennung für das große freiwillige Engagement sein, mit dem im vergangenen Jahr eine noch größere Katastrophe habe verhindert und menschliche Not gemindert werden können.

„Was lange währt, wird endlich gut“, leitete Püning die Feierstunde ein, an der über 20 Helfer teilnahmen. Er nutzte die Gelegenheit, die Bedeutung des Ehrenamtes – gerade auch in solchen Katastrophenlagen – hervorzuheben: „Ohne Ehrenamt geht es nicht.“ Beleg dafür sei aktuell auch der Einsatz im Zusammenhang mit der Bombenentschärfung in Coesfeld gewesen. Der Landrat: „Es war beeindruckend zu sehen, wie viele freiwillige Helfer sich den ganzen Sonntag um die Ohren geschlagen haben.“ In der heutigen Zeit sei das „nicht hoch genug einzuschätzen“. DRK-Vorstand Christoph Schlütermann übermittelte in diesem Zusammenhang auch noch „tief empfundenen Dank“ der Christophorus-Kliniken, den Geschäftsführer Breulmann ihm gegenüber zum Ausdruck gebracht habe.

„Ich habe bei jedem Einsatz mit Euch Spaß“, bedankte sich Kreisrotkreuzleiter Lars Boß bei seinen Mitarbeitern. Er ließ den Fluthelfer-Einsatz noch einmal Revue passieren, für den der Alarm mitten in der Nacht gekommen sei. Von jetzt auf gleich seien vier Einsatzeinheiten gefordert gewesen – für ursprünglich geplante sieben Tage. Vor der Abfahrt seien zunächst Unmengen an Mückenschutzmittel besorgt worden, um bei dem warmen Wetter gegen die Plage vor Ort gewappnet zu sein. Mehr als 500 Fluthelfer sind von den DRK-Aktiven vier Tage verpflegt worden. Genau 4576,5 Stunden haben sie in dieser Zeit geleistet.

Organisatorisch habe vor Ort teilweise Chaos geherrscht, erinnerte Püning an Pannen, die dazu geführt hatten, das zum Beispiel helfende Feuerwehrleute aus dem Kreis Coesfeld viel „Leerlauf“ zwischendurch hatten. „Es hätte vieles besser laufen können“, sprach er die Koordinierung der Hilfsaktivitäten durch die Behörden in Sachsen-Anhalt an. Von Seiten der Helfer aus dem Kreis Coesfeld habe aber „alles gut gepasst“, lobte er die eigene Truppe, die ihre Aufgaben ohne Probleme bewältigt habe.

Von Detlef Scherle

7. März 2014 13:02 Uhr. Alter: 4 Jahre