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Kita St. Johannes besucht Rettungswache

Pressebericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 19.02.2014

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Angst vor Blaulicht-Auto abbauen.

Einen Blick hinter die Kulissen der neuen Rettungswache warfen die Schützlinge der Igelgruppe des Kindergartens St. Johannes. Die Visite war Teil eines Projektes zum Thema Krankenhaus.

Ein ziemliches Gewusel herrschte am Dienstagmorgen in der neuen Rettungswache an der Ottmarsbocholter Straße. Allerdings waren es nicht die Rettungssanitäter und Rettungsassistenten, die umherschwirrten, sondern die Igel-gruppe des Kindergartens St. Johannes Bösensell, die der Rettungswache einen Besuch abstattete.

21 Kinder machten sich mit ihren Erzieherinnen auf Entdeckungstour in den Rettungswagen. Die Trage in den großen Fahrzeugen war neben Blaulicht und Martinshorn die Hauptattraktion der Besichtigung, daher fanden sich schnell zahlreiche Freiwillige, als es darum ging, mit der Trage durch die Halle gefahren zu werden.

Der Besuch der Sendener Wache war der Höhepunkt des Themas „Krankenhaus“, mit dem sich die Kinder in den vorigen Wochen beschäftigt hatten. Dabei wurden nicht nur passende Geschichten vorgelesen, sondern wurde auch ein Krankenzimmer eingerichtet und unter anderem mit Gipsverbänden experimentiert.

„Für uns ist es wichtig, dass die Kinder die Angst vor den großen Autos verlieren“, erläutert Michael Hoffmann, Leiter des Rettungsdienstes im Kreis Coesfeld, die Sicht des DRK. Wenn Kinder einen Rettungswagen benötigen, sei es eine für alle Seiten aufregende Sache, da könne man einiges an Anspannung vermeiden, wenn die Kinder vorher schon einmal ein solches Fahrzeug gesehen haben, führte er aus.

Seit gut zwei Wochen ist die neue Rettungswache nun besetzt. Was hat sich im Vergleich zur alten Wache verbessert? „Alles!“ lautet die Antwort von Rettungsassistent Daniel Lach kurz und bündig.

Das fange bei der Größe der Sozial- und Schlafräume an und gehe über die bisher fehlende Desinfektionshalle bis zur Küche für die DRK-Mitarbeiter, die im Einsatzfall automatisch abgeschaltet wird. Ein weiterer Vorteil sei, dass bei einem nächtlichen Alarm automatisch das Licht angehe: „Jetzt muss man nicht mehr im Dunkeln nach dem Lichtschalter tasten!“

Alles in allem ein Zeichen, dass die neue Wache nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Praxis die neue Musterwache des Kreises ist.

20. Februar 2014 18:19 Uhr. Alter: 5 Jahre