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DRK-Rettungswache rückt jährlich rund 1200 Mal aus

Einsatzbereit an allen Feiertagen

Senden

 

Selbst an Heilig Abend mussten die Helfer der Rettungswache Senden ausrücken – so wie etwa 1200 Mal im Laufe eines Jahres. Zu rund 70 Prozent handelt es sich um internistische Einsätze wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Unterzuckerung.

Zwei vorzeitige Bescherungen versüßten Rettungssanitäter Matthias Fuchs und Rettungsassistent Michael Fislage am Mittwochmorgen den Arbeitstag: Zunächst klingelte Hubert Tork an der Tür der DRK-Rettungswache und überreichte ihnen feinschmelzende Schoko-Nikoläuse. „Das ist eine Tradition an Heilig Abend, die möchte ich auch nach dem Umzug der Rettungswache nicht einschlafen lassen“, erklärte der Sendener Feuerwehrmann. Wenig später gesellte sich eine weitere Portion süßer Nervennahrung auf den Gabentisch: DRK-Vizepräsidentin Patricia Beck, DRK-Kreisvorstand Christoph Schlütermann und Michael Hofmann, Leiter des Rettungsdienstes, statteten der Wache den alljährlichen Weihnachtsbesuch ab.

Doch als das Trio eintrudelte, fanden sie nur den wartenden WN-Lokalredakteur und zwei halbvolle Kaffeetassen vor. Denn die Mitarbeiter waren bei einem Einsatz unterwegs – einem von rund 1200 pro Jahr, zu denen Matthias Fuchs, Michael Fislage und ihre Kollegen gerufen werden.

„Zu rund 70 Prozent handelt es sich um internistische Einsätze bei Herzinfarkt, Schlaganfall, extremem Bluthochdruck oder Unterzuckerung“, berichtet Michael „Nur“ 200 bis 250 Mal jährlich werde der Sendener Rettungswagen zu Unfällen beordert, von denen sich etwa zwei Drittel im Privatbereich und etwa ein Drittel im öffentlichen Verkehrsraum ereignen.

„Rund 25 000 Kilometer kommen bei den Einsätzen zusammen“, ergänzt Christoph Schlütermann. Dabei reiche der Wirkungsbereich der Sendener Wache über die Gemeindegrenzen hinaus: Auch Hiddingsel, Buldern, Davensberg, Ascheberg und Lüdinghausen fahren die in Senden stationieren Helfer an. Immer dann, wenn sie näher am Geschehen sind als ihre Kollegen aus den Nachbargemeinden oder diese bereits an anderer Stelle im Einsatz sind. „Die Sendener Rettungswache hat eben eine gute und zentrale Lage“, weiß der DRK-Kreisvorstand. Dank der technischen Ausstattung und Logistik sei die Einrichtung an der Ottmarsbocholter Straße „ein Leuchtturm und Vorzeigeobjekt für den DRK-Kreisverband“, betont Christoph Schlütermann.

Ein besonders glücklicher Umstand sei die Nähe zum DRK-Ortsverein, der mit einem eigenen Gebäude auf dem Gelände der kreiseigenen Rettungswache angesiedelt ist. „Die Ehrenamtlichen des Ortsverein sind sehr aktiv und qualifiziert. Sie unterstützen die hauptamtlichen Kollegen ganz toll bei Engpässen und auch zwischen Weihnachten und Silvester. Dafür sind wir sehr dankbar“, hebt Michael Hofmann ausdrücklich hervor.

Von Siegmar Syffus

Pressebericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 26.12.2014

27. Dezember 2014 12:12 Uhr. Alter: 4 Jahre