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Essen auf Rädern des DRK Senden

Selbstständigkeit erhalten helfen

Foto: Andreas Krüskemper

Senden

Das DRK Senden feiert das 50-jährige Bestehen. Nicht ganz so alt ist das Angebot, Menüs ins Haus geliefert zu bekommen: Seit 34 Jahren übernimmt der Ortsverein diese Aufgabe, wodurch die Selbstständigkeit vieler Menschen gestärkt wird.

 

Auf 50 Jahre im Dienst für den Menschen blickt das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Senden in diesem Jahr zurück. Hauptsächlich verbindet man mit dem DRK Einsätze im Rettungsdienst oder humanitäre Hilfe in Krisen- und Katastrophengebieten. Der eine oder andere denkt vielleicht noch an die Altkleidersammlung. Aber was machen die DRK-ler sonst noch?

Einen Teil der Rotkreuzarbeit in Senden bildet der Menübringdienst, landläufig als „Essen auf Rädern“ bekannt. Seit 34 Jahren, genau seit dem 1. August 1980, bringt das DRK Senden all jenen, denen das Selberkochen schwer fällt oder die sich den Aufwand dafür sparen möchten, das Wunschmenü direkt ins Haus. „Das ermöglicht die Selbstständigkeit im eigenen Zuhause und sichert ein gutes Stück Lebensqualität“, betont Reinhold Wallkötter, Geschäftsführer des Sendener DRK-Ortsvereins.

Die Nutzer des kulinarischen Dienstes können sich auf seniorengerechte Menüs freuen, die auf den Geschmack und den Bedarf älterer Menschen abgestimmt sind. „So können unsere Senioren jeden Tag ihr Lieblingsmenü essen und wir wissen sie gut versorgt“, unterstreicht Wallkötter.

In dem bebilderten Katalog ist für jeden Geschmack etwas dabei. Das Angebot reicht von traditioneller Hausmannskost über Genießermenüs bis hin zu regionalen Spezialitäten. Über 200 verschiedene Menüs stehen zur Auswahl, auch für besondere Ernährungssituationen wie natriumreduzierte Ernährung oder Ernährung bei Kau- und Schluckbeschwerden.

Franz Wilfling und Gerhard Heukamp verteilen seit etwa fünf Jahren die bestellten Menüs. Dabei bleibt es nicht alleine beim Abliefern: Für viele Senioren sind sie die einzige Kontaktperson an dem Tag, da muss die Zeit für ein Pläuschchen schon drinsitzen. „Oder man holt mal die Zeitung aus dem Briefkasten oder hilft, die Menüs im Eisfach zu verstauen“, berichtet Wilfling. 302 000 ausgelieferte Menüs verzeichnet das DRK seit 1980, durchschnittlich etwa 9100 im Jahr. Ausgeliefert wird das Essen jeweils donnerstags in Kartons zu je 7 Menüs, also einer Wochenration.

Wer den Menübringdienst des DRK Senden nutzen möchte, kann sich unter Telefon 0 25 97/55 38 bei Reinhold Wallkötter melden.

► Beim Tag der offenen Tür am 7. September (Sonntag), den das DRK Senden und die neue Rettungswache gemeinsam veranstalten, stehen die beiden Essensauslieferer gerne Rede und Antwort. So wie sich das DRK von 11 bis 18 Uhr mit seinem gesamten Spektrum an der Wache und im Ortskern im Bereich DRK-Heim (Eintrachtstraße / Münsterstraße) vorstellt.

„Zeit für ein Pläuschchen muss schon drinsitzen.”

Franz Wilfling und Gerhard Heukamp vom DRK verteilen Menüs

 

Von Andreas Krüskemper

Pressebericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 29.08.2014

30. August 2014 13:27 Uhr. Alter: 4 Jahre