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Ruhe auf dem Maidan

Heimische DRK-Helfer Benjamin Vogler und Michael Meier in der Ukraine im Einsatz

Foto: WN Lüdinghausen, Michael Beer

Lüdinghausen
 

 

 

 

 

 

Michael Meier und Benjamin Vogler vom DRK-Ortsverband Lüdinghausen- Seppenrade waren für das Deutsche Rote Kreuz in der vergangenen Woche in der Ukraine im Einsatz. Von der DRK-Zentrale in Berlin war schon im Juni ein Hilfskonvoi mit neun Fahrzeugen nach Kiew gestartet. Transportiert wurden Tragen, Helme, Erste-Hilfe-Rucksäcke, Decken, Zelte, Übungspuppen für Erste-Hilfe-Kurse sowie Rollstühle und Gehhilfen für alte Menschen. „Mit der Hilfslieferung unterstützen wir bedürftige Menschen in der Ukraine, die unter der aktuell angespannten Lage besonders leiden“, sagte Christof Johnen, Leiter der Internationalen Zusammenarbeit beim DRK. Die Hilfslieferung im Wert von insgesamt 650 000 Euro hatte das Auswärtige Amt finanziert und wurde an das Ukrainische Rote Kreuz übergeben, das ein Netz von mehr als 400 Sozialstationen betreibt.

Nun erging ein Rundruf der DRK-Zentrale an die Landesverbände, wer beim Rücktransport der beiden Sattelzüge helfen könne. Über den Zugführer des Landesverbandes erhielt Christian Boländer diese Anfrage. Michael Meier, als Rettungsassistent beim DRK beschäftigt, und Benjamin Vogler, führten diesen Einsatz ehrenamtlich in ihrem Urlaub aus, nachdem die Arbeitgeber diesem kurzfristig zugestimmt hatten.

Mit dem Zug ging es zunächst nach Berlin, wo beim Generalsekretariat des DRK die beiden Lüdinghauser und zwei weitere Fahrer aus Berlin auf ihren Einsatz in Kiew vorbereitet wurden. Am Dienstag der vergangenen Woche hob dann der Flieger nach Kiew ab. Schon die Fahrt vom Flughafen ins Hotel am Maidanplatz sei zu einem Abenteuer geworden, erinnern sich die beiden Lüdinghauser. Meier und Vogler mussten unterwegs sogar noch einen Reifen wechseln. „Von Straßensperren und Demonstrationen in der Hauptstadt war nichts zu sehen. Wir haben wohl viel Polizei gesehen, die aber eher gelangweilt wirkte“, sagte Benjamin Vogler nach seiner Rückkehr. Um 6 Uhr wollten sie am Mittwoch die Fahrzeuge übernehmen, 11 Uhr war es dann endlich soweit. „Das passt zu den schwierigen Bedingungen, unter denen das Rote Kreuz dort vor Ort arbeiten muss“, sagte Michael Meier. Nach rund 1800 Kilometern war der letzte Lkw am Freitag in Fritzlar übergeben worden. Der andere blieb in Berlin. Noch am selben Abend war Benjamin Vogler schon wieder für das DRK ehrenamtlich im Einsatz.

„Ihr Einsatz spricht für unsere gute Gemeinschaft. Und das passend zum 150. Jahrestag der Unterzeichnung der Genfer Konvention am 22. August 1864. Vielen Dank dafür, dass ihr diese Konvention mit Leben gefüllt habt“, sagte Jo Weiand, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins. „Dieser Einsatz ist eine Ehre für den Kreisverband. Das zeigt, dass wir nicht nur vor Ort stark, sondern eine internationale Hilfsgemeinschaft sind“, so Christoph Schlütermann, hauptamtlicher Vorstand des DRK-Kreisverbandes, der zusammen mit Weiand die beiden Helfer jetzt im DRK-Heim an der Werdener Straße begrüßte.

Quelle: WN Lüdinghausen, Michael Beer

26. August 2014 10:31 Uhr. Alter: 3 Jahre