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Familienzentrum Langeland: Haltestelle aller Generationen

Pressebericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 27.09.2013

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Fahrplan für Bildung und Gemeinsinn.

Alle Generationen sollen von dem breitgefächerten Programm des Familienzentrums Langeland profitieren. Mit dem Projekt „Haltestelle Langeland“ möchte die Einrichtung allen Interessierten die Angebote näher bringen und zum Mittun animieren.

Vor dem Familienzentrum Langeland hält kein Bus. Aber es gibt viele Gründe, dort einen Stopp einzulegen. Denn das Angebot geht längst weit über das klassische Kita-Repertoire hinaus. Deshalb ist dem Kreis aus Förderverein, Team und Leitung wohl der griffige Projekttitel „Haltestelle Familienzentrum Langeland“ in den Sinn gekommen. Der „Fahrplan“ soll noch enger und die „Verbindungen“ zu einem noch dichteren Netz werden.

Jung und Alt, Eltern, deren Kinder die Einrichtung besuchen und Nachbarn sowie alle Interessieren sollen vom breitgefächerten Programm des Familienzentrums profitieren – und sich selbst einbringen. Talente, Zeit und Erfahrung sind gefragt, Ziele werden angepeilt und umgesetzt, „aber wir setzen unsere Helfer nicht unter Zeitdruck und Stress“, betont Einrichtungsleiterin Petra Franetzki. Vielmehr stehe „die Freude am Mittun“, das gegenseitige Kontakte knüpfen und Bereichern im Vordergrund. So könne die Lebensqualität aller gesteigert werden, die an der Haltestelle ein oder aussteigen.

Die Vorhaben, die sich unter dem grün-gelben Logo finden lassen, reichen weit und führen unterschiedliche Generationen zusammen. Zum Beispiel beim regelmäßigen Erzählcafé. Denn dort nehmen Erwachsene im Großeltern-Alter die Knirpse mit auf Fantasiereisen, wenn etwa Gisela Laschzok die Abenteuer von Dagoberdinchen darbietet. Angehende Schulkinder könnten selbst Geschichten verfassen oder Bildergeschichten kreieren.

Das Musisch-Kulturelle umfasst die Buchausleihe und spannt sich über das Puppenspiel bis zum Konzert der Jazz-/Blues-Band „Paint it blue“, das viele Zuhörer verfolgten.

Während die „Spielothek“ mit ausleihbaren Spielideen sowie regelmäßigen Spielabenden auf Geselligkeit und das Miteinander zielt, bildet ein pädagogisch-didaktischer Bereich einen weiteren Schwerpunkt. Kognitive Fähigkeiten und die Lust am Experimentieren sollen geweckt und der Übergang von Kita zur Schule ohne Soll-Bruchstellen geebnet werden. Dazu dient beispielsweise der Zahlengarten, an dessen Entstehung und bei dessen Nutzung Freiwillige aus der Elternschaft, Langeland-Schützlinge und Grundschüler zusammenarbeiten sollen. Spielerisch gelingt ein Zugang zu Ziffern, Mengen, Formen und mathematischen Zusammenhängen, die das Rüstzeug für die Schule verbessern sollen.

Bildung ohne hohe Hürden – aber nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene. Vorträge, Workshops und Seminare zur Kinderentwicklung, Erziehungsfragen, aber auch zu gesundheitlichen Aspekten wie Ernährung und Bewegung (zum Beispiel Jogging-Treff der Eltern) runden den Fahrplan ab. Wie viele Fahrgäste zu welchen Zielen mitgenommen werden können, liegt nicht zuletzt an den Finanzen. Einige Komponenten des Pakets stehen bereits auf soliden Füßen, für andere braucht es Sponsoren und einen Geldsegen, auf den das Langeland mit dem PSD-Bürgerprojekt hofft.

Das Bürgerprojekt 2013 „Unser Ort soll größer bleiben!“ wurde in zwei Runden ausgeschrieben: In der ersten Ausschreibungsrunde, die bis zum 31. Mai dauerte, reichte eine Kurzbewerbung, aus der Zielsetzung des Projektes, Stellenwert des bürgerschaftlichen Engagements und beantragte Fördersumme hervorgehen. Aus diesen Bewerbungen wurden vielversprechende Projekte für die Finalrunde ausgewählt. Ihnen ist bereits eine Fördersumme über 1000 Euro sowie eine Vorstellung des Projektes in den Westfälischen Nachrichten garantiert.

In der Finalrunde ist eine ausführliche Bewerbung erforderlich. Eine fachkundige Jury entscheidet dann über die Vergabe der weiteren Fördermittel und die Auszeichnung von bis zu zwei „Leuchtturmprojekten“. Die Auszeichnung der Siegerprojekte erfolgt am 8. November im Rahmen einer Feierstunde im Haus der PSD-Bank in Münster.

Detaillierte Informationen zur Bewerbung im Internet unter: www.psd-wl.de.

Von Dietrich Harhues

30. September 2013 16:36 Uhr. Alter: 5 Jahre