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Familienzentrum Ascheberg

Pressebericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 10.10.2013

Ascheberg
 

Grenzen in der medialen Welt.

Wie viel fernsehen ist eigentlich gut für mein Kind? Darf ich Medien als Druckmittel in der Erziehung gebrauchen und ab wann sollten meine Kinder im Internet surfen dürfen?

Diese und weitere interessante Fragestellungen wurden am Mittwochabend von der Referentin Victoria Schnier bei einem Informationsabend für Eltern im Familienzentrum Bügelkamp gestellt und beantwortet.

Das Adolf-Grimme-Institut führt zusammen mit der Landesanstalt für Medien in Nordrhein-Westfalen die sogenannte Initiative „Eltern + Medien“ durch und bietet zu diesem Themenfeld Informationsveranstaltungen an.

Und so wurde an diesem Abend im Familienzentrum des DRK am Bügelkamp nicht nur informiert, sondern auch untereinander gefragt und Erfahrungen ausgetauscht.

Anhand von verschiedenen Untersuchungen und Statistiken machte Victoria Schnier deutlich, welche Mediengeräte beispielsweise in deutschen Haushalten vorzufinden sind, von Fernseher über Tablet-PC bis hin zu den Kasetten.

Außerdem machte sie deutlich, was für eine Motivation Kinder haben den Fernseher anzuschalten und gab Empfehlungen für Medien im Kinderzimmer.

Zentrale Frage der Eltern war aber vor allem: Wie kann ich meine Kinder richtig an die Medien heranführen, was ist im Umgang mit Medien richtig und wichtig, was ist dagegen aber falsch?

Kinder im Vorschulalter sind laut Schnier zwar fähig mit den Medien umzugehen, so können sie zum Beispiel schon fast intuitiv Smartphones bedienen, allerdings können sie die Medien und die Erfahrungen im Umgang mit ihnen noch nicht richtig einschätzen. Beim Erlernen dieser Medienkompetenz müssten die Eltern ihre Kinder also noch begleiten und unterstützen.

Außerdem betonte Schnier, dass die Eltern auch Interesse an den Medienvorlieben, etwa den favorisierten Fernsehsendungen der Kinder, zeigen sollten.

Es sei wichtig mit ihnen über das Erlebte zu sprechen und klare Regeln im Umgang mit den Medien festzuhalten. Ebenfalls sollten Eltern versuchen, ihren Kindern Alternativen zum Fernsehen anzubieten und diese medienfreien Zeiten gemeinsam zu gestalten, so Schnier. So wurde hier vielen Eltern klar, dass Kinder die mediale Welt ganz anders wahrnehmen, wie andere Familien den Umgang mit Medien wie Hörbüchern, dem Internet oder auch Comics regeln und viele sinnvolle und alltagstaugliche Tipps konnten von diesem Abend mit nach Hause genommen werden.

Von Alina Falke

13. Oktober 2013 14:00 Uhr. Alter: 5 Jahre