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Neubau soll bis Ende des Jahres bezogen sein

Pressebericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 09.10.2013

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Großeinsatz für die Rettungswache.

Rund eine Million Euro investiert der Kreis in die neue Rettungswache am Kanal. Baubeginn war im Juni, Ende Dezember soll die Einweihung gefeiert und die Wache mit Leben erfüllt sein.

Ihren Ankerplatz am Kanal hat die Rettungswache schon im Juni bezogen. Jetzt steht sie kurz vor dem „Stapellauf“. Die Gebäude sollen noch in diesem Jahr übergeben werden. Dass dieser Terminplan „ehrgeizig“ sein würde, hatte der Kreis als Bauherr von Anfang eingeräumt. Daran gerüttelt wird jedoch nicht.

„Das Ziel ist weiterhin realistisch“, unterstreicht Josef Wolber, zuständiger Architekt im Fachdienst Gebäudemanagement des Kreises. So lautet sein Fazit einer Baubesprechung, die gestern an der Ottmarsbocholter Straße mit dem Generalunternehmer und beteiligten Gewerken stattgefunden hat.

Das Gebäude soll bis Ende Oktober dicht sein. Dies gelte auch für die Garagen, deren Tore bislang fehlen. Die Außenanlagen müssen ebenfalls noch in Angriff genommen werden – darunter die Hoffläche, die kein Pflaster erhalten, sondern asphaltiert werden soll.

Das Richtfest, so scheint es, wird übersprungen, und statt dessen der Endspurt eingeleitet. Denn der Innenausbau stellt sich als nicht ganz unkompliziert dar, der Kreis bringt aber ein Konzept und Standards mit ein, die sich bei ähnlichen Projekten bewährt haben. „Das ist nicht die erste Wache, die wir bauen“, unterstreicht Architekt Wolber.

Zu den Besonderheiten dieses Gebäudes zähle ein Desinfektionsraum, dessen Ausstattung bei Spezialfirmen geordert werde. „Das gibt es nicht von der Stange“, sagt der Vertreter der Bauverwaltung in Coesfeld.

Als Bauherr arbeitet der Kreis eng mit den späteren Nutzern der Wache zusammen. Sie wird vom DRK betrieben, deren Rettungssanitäter und Rettungsassistenten dem Umzug schon entgegenfiebern. „Sie freuen sich riesig“, gibt Michael Hofmann, Leiter des DRK-Rettungsdienstes im Kreis, die Gemütslage seiner Mitarbeiter in Senden wieder. Denn im Vergleich zur derzeitigen Situation auf dem Gelände der Feuerwache an der Mühlenstraße bedeute der Neubau einen „Quantensprung“. Dies bezieht sich in erster Linie auf den Arbeitsalltag, der den DRK-Kräften ein paar Erschwernisse abverlangt. So stehe nur knapper Raum für die Desinfektion des Rettungswagens zur Verfügung, wenn dieser vom Einsatz zurückkehrt. Fahrzeug und Ausstattung lassen sich reinigen. Wenn aber allein schon der Verdacht eines Kontaktes mit besonders heiklen Erregern besteht, müssen auch die Rettungskräfte sich und ihre Kleidung desinfizieren – für diese Prozedur muss das Sendener DRK-Team momentan bis nach Lüdinghausen fahren. Kein rein hypothetisches Szenario. Diese Fälle „kommen immer wieder vor“, resümiert Hofmann, der warnt, dass die Zahl der infektiösen Patienten und das Risiko durch multiresistente Keime immer mehr zunehme. Der Umzug in den Neubau sei insofern wichtig, um den modernen medizinischen Standard zu erfüllen. „In Senden sind wir längst an unsere Grenzen gestoßen“, beschreibt Hofmann die Situation an dem 1980 bezogenen Standort.

 

„Die Zeit ist nicht üppig bemessen, aber sie reicht.”

Josef Wolber, Architekt in der Kreisverwaltung, geht von einer Einweihung in diesem Jahr aus

 

„Für unsere Einsatzkräfte ist das ein Quantensprung.”

Michael Hofmann, Leiter des DRK-Rettungsdienstes, fiebert mit seinem Team dem Umzug entgegen

 

Von Dietrich Harhues

10. Oktober 2013 11:03 Uhr. Alter: 4 Jahre