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DRK Lüdinghausen feierte 125-jähriges Bestehen

Pressebericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 06.10.2013

Lüdinghausen
 

„Viel Kraft und Mut für die Zukunft”.

Den 125. Geburtstag feierte am Samstag das DRK Lüdinghausen. Dabei würdigten Vertreter der Politik vor allem den ehrenamtlichen Einsatz der zahlreichen Helfer – auch aus der Jugend. Festredner Claus Muchow berichtete von seinen Auslandseinsätzen in für das Rote Kreuz in Krisenregionen der Welt.

„Nach lieben ist helfen das schönste Wort der Welt. Die Idee des DRK, Menschen zu helfen, ist heute so wichtig wie vor 150 Jahren. Wir sind stolz und dankbar, dass über 1500 Menschen der Stadt zu unseren Mitgliedern zählen, die mit ihren Beiträgen die Arbeit unterstützen“, sagte Jo Weiand, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Lüdinghausen-Seppenrade, anlässlich des Festaktes zum 125-jährigen Jubiläum der Rotkreuzarbeit in Lüdinghausen im Kapitelsaal der Burg Lüdinghausen am Samstagmorgen.

Zuvor hatte Weiand zahlreiche Ehrengäste, wie Landrat Konrad Püning, Bürgermeister Richard Borgmann, Vertreter des Rates und der Verwaltung, aus Vereinen und Verbänden sowie die Pfarrer Benedikt Elshoff und Stephan Kreutz willkommen geheißen. „Wir feiern heute ein Jubiläum und alle feiern mit“, eröffnete ein Kinderchor aus allen vier DRK-Kindertagesstätten das Programm.

Bürgermeister Richard Borgmann dankte dem DRK für seine vielfältigen Aufgaben im Dienst an der Allgemeinheit. „Trotz des hohen Alters ist das DRK auf der Höhe der Zeit und nicht im Greisenalter. Erst im Notfall wird vielen Bürgern die Aufgabe des DRK bewusst. Wie sähe das Leben in der Stadt ohne das DRK aus? Eine düstere Vorstellung“, sagte Borgmann, der dem Verein „viel Kraft, Liebe und Mut für die Zukunft“ wünschte. Ludger Gödde, Präsident des Kreisverbandes betonte in seinem Grußwort, dass immer ehrenamtliche Frauen, Männer und Jugendliche in die Arbeit eingebunden seien. „Neben den vielen Aktivitäten darf aber die soziale Arbeit nicht unerwähnt bleiben. Dazu zählen Erholungsmaßnahmen und Kuren, die hoffentlich weiterhin durchgeführt werden können“, sagte Gödde nach einem kurzen Rückblick in die Historie.

Festredner Claus Muchow, Schornsteinfegermeister aus Steinfurt, berichtete in einem beeindruckenden Beitrag, mit vielen interessanten Fotos, von seinen über 20 Auslandseinsätzen als Katastrophenhelfer in der ganzen Welt. Von den Flutkatastrophen in Pakistan, Erdbeben in China, Iran, Indien und Haiti, Choleraepidemien in Kenia oder Simbabwe oder dem Tsunami in Sri Lanka. „Die eigentlichen Helden für mich sind die Helfer vor Ort, die sofort mit bloßen Händen jeden Stein umdrehen, um nach Überlebenden zu suchen“, sagte Muchow, der insgesamt 18 Monate für das DRK im Ausland tätig war. Für diese Einsätze wurde er 2010 vom Burda-Verlag mit dem begehrten Medienpreis „Bambi“ in der Kategorie „Stille Helfer“, stellvertretend für die vielen ehrenamtlichen DRK-Helfer ausgezeichnet. Einen ganz besonderen Dank sprach der Vorstand Karl Tillmann-Keber zum Abschluss der Feierstunde aus. Der Schriftführer hatte in den vergangenen Woche dieses Jubiläum vorbereitet.

Von Michael Beer

7. Oktober 2013 11:08 Uhr. Alter: 5 Jahre