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DRK-Kitas bereiten sich auf U3-Betreuung vor

Pressebericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 26.05.2013

Ascheberg
 

Talente der Kleinkinder wecken.

Die Talente und Kompetenzen von Kleinkindern früh entdecken und fördern: Wie das am besten geht, lernten die Erzieherinnen-Teams der DRK-Kitas Bügelkamp und Rheinsbergring in einer Fortbildung mit Marie-Luise Winkel.

„Emotionale Sicherheit und Verlässlichkeit sind Voraussetzungen für eine selbstständige Entwicklung.“ Mit diesem Leitsatz umschreibt Marie-Luise Winkel, Dozentin für Kleinkindpädagogik aus Telgte, ihr Thema Kleinkinderziehung nach Emmi Pikler und begeisterte beide Erzieherinnen-Teams der DRK-Kindergärten Bügelkamp und Rheinsbergring.

Organisiert wurde die Fortbildung von der Leiterin des DRK-Familienzentrums Bügelkamp, Ingeborg Stange. Sie kannte Marie-Luise Winkel von den, wie es in der Pressemitteilung heißt, beeindruckenden Berichten ihrer Kolleginnen, die beim DRK-Kreisverband Coesfeld eine Langzeitfortbildung zu diesem Thema machten, und konnte sie als Dozentin für beide Teams gewinnen. Mit ihrer Begeisterung für Emmi Piklers Ideen steckte die gelernte Kinderkrankenschwester an zwei Tagen beide Teams an.

Die Pädagogik nach Emmi Pikler wurde mit dem Ausbau der U 3-Betreuung wieder entdeckt. Die ungarische Kinderärztin und Ehefrau eines Pädagogen war im letzten Jahrhundert in Deutschland dafür bekannt, dass sie die Kompetenzen jüngerer Kinder früh erkannte. Durch ihre Beobachtungen bei ihren eigenen Kindern und die engagierte Leitung eines Kinderheimes in Loczy war es ihr Ziel, die ihr anvertrauten Kinder mit Wertschätzung, Selbstständigkeit und Selbsttätigkeit zu fördern. Eine spektakuläre Idee, wenn man bedenkt, dass Emmi Pikler in den 1950er Jahren ihre Zeit hatte.

Marie-Luise Winkel kennt übrigens Anna Tados, die Tochter Emmi Piklers, die auch ihr Werk fortführt, persönlich von einem Besuch in Budapest.

Gerade vor dem Hintergrund, dass in beiden Einrichtungen vom Kreisjugendamt ab Sommer eine Gruppe für Kinder von 0 bis drei Jahren installiert wurde, war die zweitägige Fortbildung für beide Teams ein Crashkurs, der allen viel Spaß gemacht hat.

Am ersten Tag stand vor allem die entwicklungsfördernde Haltung mit der Frage im Vordergrund: Was brauchen kleine Kinder und wie kann man dies in die Praxis umsetzen? Dabei spielt die gute und enge Beziehung zu den Eltern genauso eine wichtige Rolle wie eine liebevoll gestaltet Pflegesituation.

Am zweiten Tag lernten die Erzieherinnen geeignetes Spielmaterial kennen und setzten sich mit der Raumgestaltung vor Ort auseinander.

26. Mai 2013 18:21 Uhr. Alter: 5 Jahre