Sie sind hier: Aktuelles » 

Spendenkonto:
SparkasseWestmünsterland
IBAN: DE06401545300000002857
BIC: WELADE 3W XXX

Deutsches Rotes Kreuz Nottuln

Pressebericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 24.06.2013

Nottuln
 

Warmes Essen für die Helfer.

„Anforderung Bezirksregierung, Überörtliche Hilfe Hochwasser“, steht im Display der Funkmelder. Mit dieser Nachricht war für Rotkreuzleiterin Agnes Schürkötter und Techniker Matthias Honisch, beide vom DRK Nottuln, die Nacht zum letzten Freitag beendet. Und das um 3.18 Uhr in der Früh.

Angefordert war die sogenannte Betreuungsplatzbereitschaft 500, die aus 76 Einsatzkräften besteht. Dazu gehören auch die beiden Nottulner DRK-Aktiven. Eine lange DRK-Fahrzeugkolonne mit Betreuern, Sanitätern, Köchen und Technikern aus dem Kreis Coesfeld machte sich auf den Weg nach Sachsen-Anhalt.

Es ging in den Kreis Stendal, nach Schollene, einer 1300 Einwohner zählenden Gemeinde im Elbe-Havel-Winkel. In Stendal angekommen, galt es in das nur noch wenige Kilometer entfernte Schollene zu gelangen. Aber Katastrophen schreiben ihre eigenen Geschichten. „Um Schollene zu erreichen, war ein Umweg von rund 160 Kilometer erforderlich, da man erst das Hochwasser umfahren musste“, schildert Agnes Schürkötter nach ihrer Rückkehr in Nottuln.

In Schollene galt es, auf dem örtlichen Sportplatz einen Verpflegungs- und Betreuungsplatz für die eingesetzten Feuerwehren aus dem Münsterland und dem nördlichen Ruhrgebiet aufzubauen, technisch einzurichten und zu betreiben. An Arbeit mangelte es dem DRK nicht. Denn egal wie oft die Feuerwehren, das THW sowie die Polizeieinheiten in den umliegenden Orten eingesetzt wurden, Verpflegung benötigten sie alle. Und die gab es dreimal täglich bei den DRK-Kräften aus dem Kreis Coesfeld.

Von 5 Uhr morgens bis 23 Uhr in der Nacht haben die DRK-Aktiven gearbeitet, um die Einsatzkräfte zu versorgen. Geschlafen wurde zwischendurch in eigens mitgebrachten Zelten – ebenfalls auf dem Sportplatz.

Sehr kameradschaftlich und völlig rund sei der Einsatz innerhalb der verschiedenen Hilfsorganisationen vor Ort gelaufen. „Das war ein großes Miteinander“, betont Matthias Honisch, Techniker vom DRK Nottuln. Weniger rund funktionierte hingegen der Krisenstab vor Ort. „Einige Entscheidungen waren da einfach nicht nachzuvollziehen und für uns Einsatzkräfte schwer zu verstehen“, ergänzt Honisch. Wichtig sei jedoch, dass die DRK-Einheit gut funktioniert und es den Einsatzkräften offensichtlich sehr gut geschmeckt habe.

Müde, aber wohlbehalten kehrten die DRK-Kräfte in der Nacht zum 18. Juni wieder zurück in den Kreis Coesfeld.

„Das war ein großes Miteinander.”

Matthias Honisch, DRK Nottuln

25. Juni 2013 19:31 Uhr. Alter: 5 Jahre