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Neue DRK-Rettungswache am Kanal

Pressebericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 18.06.2013

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Ein halbes Jahr bis zur Einweihung.

Die neue Rettungswache am Kanal soll noch in diesem Jahr bezogen werden. Bei der Grundsteinlegung am Dienstag wurden keine Zweifel laut, dass der ambitionierte Zeitplan scheitern könnte.

Am 31. Dezember soll die neue DRK-Rettungswache bezogen werden, sagte Konrad Püning als Bauherr, als er am Dienstag den Grundstein legte. Und ergänzte sicherheitshalber die Jahreszahl: 2013. Der Zeitplan sei „ambitioniert“, räumte der Landrat ein. Torben Hemsing, Bauleiter und Juniorchef des Generalunternehmers, bestätigte aber auch gegenüber den WN: „Das schaffen wir.“

Püning hob den Zweck der Eine-Million-Euro-Investition hervor: „Ein leistungsstarker Rettungsdienst liegt uns am Herzen.“ Dazu gehöre, dass enge Ausrückzeiten eingehalten werden, was nur durch eine ausreichende Infrastruktur in geeigneter Lage zu schaffen sei. Ob Hilfsfristen der Einsatzkräfte eingehalten werden, beobachte der Kreis kontinuierlich, stellte Püning heraus, der das „enge Zusammenwirken“ mit der Gemeinde Senden lobte, die in der Urkunde zur Grundsteinlegung als Stadt Senden bezeichnet worden war.

Eine „Freudsche Fehlleistung“ raunte es durch die Gästeschar, als Bürgermeister Alfred Holz ans Mikrofon trat. Er sparte die kommunale Status-Frage jedoch aus. Denn so oder so habe es an der Notwendigkeit, Feuerwehrgerätehaus und Rettungswache an ihrem jetzigen Standort Mühlenstraße zu trennen, seit Langem keinen Zweifel gegeben.

Der Neubau macht den Weg frei, heutige Standards der Technik beispielsweise durch einen separaten Desinfektionsraum zu erfüllen. Michael Hofmann, Leiter des DRK-Rettungsdienstes im Kreis Coesfeld, unterstrich deshalb auf Anfrage, dass der Neubau einen „Riesenschritt nach vorne“ bedeute. Auch bei den Ruheräumen für die Rettungssanitäter und -assistenten habe es bisher an einigen Punkten gehapert. Seine Kollegen bräuchten aber adäquate Möglichkeiten, nach teils belastenden Einsätzen „wieder runterfahren zu können“.

Den Ärger mit Nachbarn ließ Bürgermeister Holz nicht unerwähnt. Er beteuerte, dass es zu „einvernehmlichen“ Regelungen gekommen sei. Denn es werde technisch gewährleistet, dass die Rettungswagen „in den meisten Fällen“ ohne Martinshorn die Wache verlassen und sich direkt in die Kreuzung der B 235 einfädeln können.

„Ein leistungsstarker Rettungsdienst liegt uns am Herzen”.

Landrat Konrad Püning

 

Von Dietrich Harhues

22. Juni 2013 18:07 Uhr. Alter: 5 Jahre