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DRK stellt sich bei Aktionstag vor

Pressebericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 07.07.2013

Dülmen
 

Rettungsübung auf dem Marktplatz.

Elias Hoffjann steigt vom Fahrersitz des Rettungswagens und grinst. „Das ist schon etwas besonders, was man seinen Freunden erzählen kann“, sagt er. Gemeinsam mit Mutter Bettina und Bruder Silas wartet Elias jetzt darauf, dass die Rettungsübung anfängt.

Gleich dreimal simuliert am Samstag der DRK-Ortsverband Dülmen eine Notsituation in der Innenstadt, und zwar im Rahmen eines Aktionstages. Anlass ist das 150-jährige Bestehen des Roten Kreuzes. Die Dülmener wollen zeigen, dass ihre Arbeit mehr umfasst als Rettungsdienste oder Blutspenden. „Dass wir auch im Katastrophenschutz und in der Einsatzstaffel tätig sind, weiß kaum einer“, so Bereitschaftsleiter Karlheinz Alfs.

Auf dem Marktplatz haben die realistischen Unfalldarsteller vom Jugendrotkreuz bereits Platz genommen in einem alten Auto. Die blutenden Wunden sind zwar nur geschminkt, sehen aber täuschend echt aus. Das findet auch Bettina Hoffjann. Als Krankenhaus-Mitarbeiterin sind ihr Verletzte nicht unbekannt. „Wir haben zwar tagtäglich damit zu tun, aber es ist sehr interessant, einmal die Rettungskette kennenzulernen“, sagt sie. Ein Sprecher erklärt unterdessen den Nutzen einer Vakuummatratze und wie mit ihr ein Patient stabilisiert wird.

Rettungswagen gibt es beim Aktionstag nicht nur in Originalgröße zu besichtigen, sondern auch als kleine Papiermodelle zum Selberbauen. Daneben gilt es bei einem Gewinnspiel, die Anzahl von Kochsalz-Ampullen zu schätzen (es sind 735 Flaschen) und Fragen zur Ersten Hilfe zu beantworten. Die Auswertung habe später leider gezeigt, dass die wenigsten über das Verhalten in Unfallsituationen richtig informiert seien, so Doris Wortmann vom Vorstand. Erschreckend sei es auch gewesen, dass sich bei der Übung in der Tiberstraße kein Passant um den scheinbar verletzten Jugendlichen gekümmert habe.

Alfs zeigte sich am Ende insgesamt zufrieden mit dem Aktionstag. „Wir hätten uns vielleicht etwas mehr Zulauf versprochen“, sagt er. Aber dennoch seien fast durchgängig Interessierte gekommen, um sich über die DRK-Arbeit zu informieren. Oder, wie Elias, einmal Platz zu nehmen hinterm Steuer eines Rettungswagens.

Der nächste Blutspende-Termin ist am Freitag, 12. Juli, von 16 bis 20.30 Uhr in der Pestalozzischule.

Von Kristina Kerstan

9. Juli 2013 17:36 Uhr. Alter: 5 Jahre