Sie sind hier:  » 

Projekt „Elternchance ist Kinderchance“

Pressebericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 30.10.2012

Senden
 

Damit sich die Talente der Jüngsten entfalten.

Die Familienbildungsstätte Lüdinghausen hat bei dem Bundesprojekt „Elternchance ist Kinderchance“ den Zuschlag erhalten. Die Fabi kooperiert mit dem DRK-Bewegungskindergarten am Schloss und dem DRK-Familienzentrum Langeland in Senden.

Es geht um Talente, individuelles Lebensglück – und den Wohlstand einer ganzen Nation. Denn wenn das, was Kinder können, sich nicht entwickeln kann, schlägt das massiv in die volkswirtschaftliche Entwicklung durch. Angelika Gründken skizzierte sogar Studien, die den Schaden durch entgangene Wertschöpfung in üppigen Milliarden-Beträgen beziffern. Gründken präsentierte gestern das Projekt „Elternchance ist Kinderchance“, für das die Familienbildungsstätte Lüdinghausen vom Bund den Zuschlag erhalten hat. Senden ist Standort des Projektes, das mit 30 000 Euro für drei Jahre dotiert ist.

Dort kooperiert die Fabi mit dem DRK-Bewegungskindergarten am Schloss und dem DRK-Familienzentrum Langeland; mit im Boot ist auch das Jugendamt des Kreises Coesfeld.

Dass das Projekt aus dem Haus vom Bundesfamilienministerin Kristina Schröder im Münsterland angedockt wird, erscheine auf den ersten Blick ungewöhnlich, hieß es gestern vor der Presse. Doch Bundestagsabgeordneter Karl Schiewerling betonte, dass „wir auch im Kreis Coesfeld vor großen Herausforderungen stehen“. Der Parlamentarier meinte damit die Aufgabe, Kinder möglichst frühzeitig zu fördern, damit sie ihr Können entfalten und mögliche Defizite noch ausgleichen können. Ein Kerngedanke des Bundesprojektes besteht darin, die Eltern mit Beratungs- und Hilfsangeboten vertraut zu machen. Und zwar möglichst niedrigschwellig und ohne zu stigmatisieren. Dieser Weg komme immer auch den Kindern zugute. In Senden soll ein Netzwerk dichter geknüpft werden, das sich insbesondere Familien mit Migrationshintergrund widmet.

Eine Junge-Eltern-Gruppe soll überdies in Zusammenarbeit mit den Hebammen vor Ort aufgebaut werden.

Von Dietrich Harhues

1. November 2012 14:23 Uhr. Alter: 6 Jahre