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DRK-Helfer im Einsatz

Pressebericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 29.11.2012

Lüdinghausen/Dortmund
 

„Lange Nacht” bewahrheitete sich nicht.

30 Einsatzkräfte aus dem Kreis Coesfeld wurden gestern nach Dortmund berufen, um bei der Evakuierung von Krankenhaus-Patienten zu helfen. Hintergrund ist der Fund einer Zehn-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg direkt im Klinikviertel.

„Wir stellen uns auf eine lange Nacht ein“, befürchtete am Donnerstagabend DRK-Rettungsdienst-Leiter Michael Hofmann. Er ist nicht der einzige DRK-Aktive aus dem Kreis Coesfeld, dem eine schlaflose Nacht drohte: Insgesamt 30 Einsatzkräfte aus dem Kreis Coesfeld wurden am Donnerstag zum Einsatz nach Dortmund beordert, wo eine Zehn-Zentner-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden war. Das Problem: Der Fundort befindet sich direkt im Klinikviertel. Bis zum frühen Abend war noch nicht klar, ob und wie viele Patienten evakuiert werden mussten. Zum Glück „entschärfte“ sich die Situation gegen 19 Uhr: Die Einsatzkräfte mit weiter Anreise durften wieder nach Hause fahren – dazu zählten auch die Coesfelder.

„Einen so großen Einsatz hatten wir seit Jahren nicht mehr“, erläuterte Hofmann die Situation im Gespräch mit den WN. Am Donnerstagnachmittag waren die Einsatzkräfte aus dem Kreis alarmiert worden. Die 30 DRK- und Malteser-Helfer setzten sich von Bösensell aus mit zehn Rettungs- und Krankentransportfahrzeugen sowie einem Leitfahrzeug in Richtung Dortmund in Bewegung. Die Kräfte aus dem Kreis bildeten einen „Transport-Zug“, der sich in Bereitschaft hielt, um bettlägerige Patienten aus den Krankenhäusern oder Bewohner eines Altenheims in Sicherheit zu bringen. „Hier sind rund 1000 Einsatzkräfte. Alles steht voller Rettungsfahrzeuge“, schilderte Hofmann seine Eindrücke vom Feuerwehr-Ausbildungszentrum an der Seilerstraße.

Bei den Einsatzkräften aus dem Kreis Coesfeld handelt es sich ausschließlich um Ehrenamtliche. „Toll, dass die Einsatzbereitschaft so groß ist“, lobte Hofmann das Engagement der Ehrenamtlichen und der Arbeitgeber. „Mit unseren ehrenamtlichen Kräften sind wir gut aufgestellt“, so Hofmann. Er unterstrich gleichzeitig, dass unter diesem Einsatz die Versorgung der Bürger vor Ort nicht leiden werde. Die Versorgung werde ganz normal durch die Besatzungen der Rettungswachen sichergestellt.

Von Werner Storksberger

6. Dezember 2012 15:45 Uhr. Alter: 6 Jahre