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Wilhelm Naber setzt sich für andere ein

Pressebericht aus den Ruhr Nachrichten vom 02. 08. 2012

Nordkirchen
 

Wilhelm Naber setzt sich für andere ein.

Der Ruhestand – für viele bedeutet er Zeit für Hobbys und das leichte Leben. Nicht für Wilhelm Naber: Am 31. August 1993 wurde er pensioniert, einen Tag später begann er, den Bau des DRK-Kindergartens zu planen. Bis heute ist dieser ihm eine Herzensangelegenheit geblieben.

Wilhelm Naber feiert im nächsten Monat seinen 83. Geburtstag. Und er kann auf viele Jahre ehrenamtlichen Engagements zurückblicken: 47 Jahre DRK, 60 Jahre Männergesangsverein Harmonie Nordkirchen, 23 Jahre Sängerkreis Lüdinghausen und 15 Jahre Caritas – wobei sich diese Zahlen immer nur auf die aktive Zeit als Vorsitzender oder Mitglied des Vorstands beziehen.

Urkunde an Urkunde

Kein Wunder also, dass er für den Ehrenamtspreis Nordkirchen vorgeschlagen wurde. Die Urkunde, die er dafür bekam, fügt sich nahtlos in eine ganze Reihe früherer Auszeichnungen, Medaillen und Plaketten ein. Sogar das Bundesverdienstkreuz hat Wilhelm Naber für sein Engagement bekommen, das war im Jahr 2000.

"Meine Interessen liegen im sozialen und kulturellen Bereich", erzählt er. "Sie sind aus meiner Hauptbeschäftigung heraus erwachsen."

Der ehemalige Gemeindeoberamtsrat und Stellvertreter des Gemeinderektors, der von 1959 bis 1993 auch als Standesbeamter arbeitete, sieht viele Parallelen zwischen seinem ehemaligen Beruf und seinen Ehrenämtern: "Ziel ist es, anderen zu helfen und den Bürgern manchmal den rechten Weg zu weisen."

Gründung des DRK-Ortsvereins

1965 gründete er zusammen mit dem damaligen Amtsdirektor Franz Overhage den DRK Ortsverein Nordkirchen. Seit zwei Jahren kümmert er sich vor allem noch um den Kindergarten. "Irgendwann ist es an der Zeit, die Aufgaben in jüngere Hände zu übergeben", sagt er.

Die Stunden, die Wilhelm Naber für seine Ehrenämter in all den Jahren aufbrachte und immer noch aufbringt, lassen sich nicht ausrechnen. Es waren eine Menge. Lachend fügt er hinzu: "Aus meinem Ruhestand ist eher ein Unruhestand geworden."

Anna Gellner

8. August 2012 14:10 Uhr. Alter: 6 Jahre