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Rettungswache: Lärm bleibt unter Grenzwert

Pressebericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 27. 03. 2012

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Rettungswache: Lärm bleibt unter Grenzwert.

Die Anwohner sehen die neue Rettungswache, die am Kanal geplant ist, mit einem gerüttelt Maß an Skepsis. Nach Auffassung des Gutachters wirft das Projekt aber keine lärmschutzrechtlichen Probleme auf.

Die Rettungswache ist kein Notfall – beim Lärmschutz wirft das Bauprojekt des Kreises keine Probleme auf. Zu diesem Ergebnis gelangt Gutachter Andreas Timmermann, der seine Berechnungen gestern Abend im Haupt- und Finanzausschuss vorstellte.

Für Mandatsträger und Anwohner, von denen zwei die Ausführungen des Fachmanns und die Debatte in dem kommunalpolitischen Gremium verfolgten, stand die Frage im Mittelpunkt, ob die Nachbarn durch das Projekt mit Beeinträchtigungen rechnen müssen. Timmermann, dessen Büro für Lärmschutz nicht nur die Bewegungen der Rettungswagen, sondern auch die Wege der Beschäftigten und Nachsorgearbeiten an Fahrzeugen berücksichtigt hat, sieht auf jeden Fall keine Auswirkungen, die rechtliche Relevanz hätten. Denn: Die gesetzlichen Grenzwerte werden deutlich unterschritten, so seine Prognose.

„Da bleibt noch viel Luft“, sagte der Gutachter. Zum Richtwert von 55 Dezibel am Tag ergebe sich mit berechneten 35 Dezibel noch ein großer Abstand; nachts liegt der zu erwartende Wert von 39 Dezibel nahe am gesetzlichen Limit von 40 Dezibel. Zugrunde gelegt hat Timmermann ein jährliches Aufkommen von 1200 Einsätzen, was den Erfahrungswerten des DRK entspreche. Diese Summe verteilte er für die Expertise auf drei Einsätze am Tag und einen in der Nacht. Doch selbst wenn der Rettungswagen nachts häufiger los düst, habe dies noch kein Lärmschutzproblem zur Folge, beteuert der Gutachter.

Für ihn war ausschlaggebend, welcher Lärm auf dem Gelände der Rettungswache entsteht. Sobald die Einsatzwagen auf öffentlichen Straßen unterwegs sind, ziehen die gesetzlichen Grenzwerte nicht mehr.

Der Einsatz des Martinshorns könne beim Start an der Wache entfallen. Eine Ampelschaltung, die im Gebäude ausgelöst wird, sorge sowohl an der Ampel zur Einmündung auf die L 844 (Ottmarsbocholter Straße) als auch an der Kreuzung mit der B 235 für freie Fahrt.

Eine Anwohnerin blieb skeptisch: Sie fürchtet Probleme mit dem Einmünden der bestehenden Grundstückseinfahrten sowie mit Radfahrern und dem Busverkehr.

6. August 2012 19:23 Uhr. Alter: 5 Jahre