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Mehr Helfer - schnelle Versorgung

Pressebericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 14. 02. 2012

Senden / Ottmarsbocholt
 

Mehr Helfer - schnelle Versorgung

Das DRK war mit einer größeren Anzahl von Helfern während des Karnevalswochenendes im Einsatz. Sie hatten vor allem mit kleineren Unfällen und den Folgen von zu viel Alkohol zu tun.

Auf einem närrischen Vehikel fahren Hexen mit, auf einem anderen die Schlümpfe, mit dem nächsten sind Flamingos unterwegs. Dann kommt ein weiß-roter Wagen, besetzt mit rot gekleideten Helfern des Deutschen Roten Kreuzes. Wenn in Otti-Botti die Welt Kopf steht, müssen die ehrenamtlichen Helfer des DRK einen kühlen Kopf bewahren.

Gerade zu Karneval kann der DRK-Grundsatz der Neutralität ausgelebt werden: „Egal, ob Superman, Prinzessin, Biene oder Cowboy, wir retten alle“, scherzen die Helfer noch vor dem Einsatz. Das Wochenende fing ruhig an: Elf Helfer waren während des Pyjamaballes vor Ort, um bei kleinen und größeren Unfällen zu helfen. Bei nur drei kleineren Versorgungen kamen die DRK-Kräfte dabei nicht ins Schwitzen.

Am nächsten Mittag ging der Einsatz schon weiter: Mit nun 25 Helfern inklusive Notarzt hatte sich das Team um den stellvertretenden Rotkreuzleiter Oliver Scharmann auf den Umzug und die anschließende Party in der Festhalle Vollmer vorbereitet. Sechs Patienten galt es während des Umzuges zu versorgen, dreimal kam dabei der Notarzt zum Einsatz. Mit zwei Rettungs- und zwei Krankenwagen wurden fünf dieser Patienten in Krankenhäuser in der näheren Umgebung gebracht.

Nachdem auch der Prinzenwagen den Umzug beendet hatte, füllte sich schnell der Platz vor der Festhalle. Trotz der eisigen Minustemperaturen draußen, kam die Stimmung in der schnell rappelvollen Halle schnell zum Kochen. Mit steigendem Alkoholpegel kam es auch zu mehreren Auseinandersetzungen unter den Feiernden, sodass mehrere Platzwunden versorgt und einmal die Polizei hinzugezogen werden musste.

Gerade in der Phase unmittelbar nach dem Umzug waren die Helfer gefordert: Bei zwischenzeitlich sechs Patientenversorgungen und –transporten gleichzeitig rückte schnelle Unterstützung aus Dülmen an.

>Mit zwei zusätzlichen Rettungsmitteln konnten alle Patienten bestmöglich betreut und behandelt werden, ohne dass es im Sanitätszelt hektisch wurde. Entgegen dem allgemeinen Vorurteil war jedoch nicht der übertriebene Alkoholgenuss das meistbehandelte Problem an diesem Wochenende: Vor allem Frakturen der Nase galt es fachgerecht zu versorgen. „Würde jeder seine Grenzen kennen und nicht mehr Alkohol trinken, als er verträgt, wären die indirekten Folgen des Alkohols ausgeblieben. Viele dieser Behandlungen wären dann nicht notwendig gewesen“, so das einstimmige Fazit der Helfer.

Da sich über das Wochenende ein breit gefächertes Verletzungsmuster darbot, merkten die Rot-Kreuz-Helfer wieder einmal, wofür sie die zeitintensiven Aus- und Fortbildungen absolviert hatten.

Mit 21 Behandlungen und elf Transporten in Krankenhäuser lag die Zahl der Versorgungen zwar leicht über den Zahlen des Vorjahres, Dank der größeren Zahl an ehrenamtlichen Helfern konnte aber eine schnelle und gezielte Versorgung stets gewährleistet werden.

4. August 2012 17:15 Uhr. Alter: 6 Jahre