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Keine Angst vor dem Piks

Pressebericht aus den Westfälischen Nachrichten vom 26. 01. 2012

Rosendahl
 

Keine Angst vor dem Piks

"Man darf eben keine Angst vor dem Piks haben, dann geht das schon." Mehr gäbe es eigentlich gar nicht zu beachten, wenn man zur Blutspende geht, erzählte Waltraud Worth. Sie gehörte zu rund 50 weiteren geladenen Gästen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), die nun eine Ehrung für regelmäßiges Blutspenden erhielten.

Man kann Waltraud Worth durchaus Glauben schenken, schließlich bekam sie als einzige Frau eine Ehrung für die 125. Blutspende. "Das ist schon eine besondere Leistung", betonte auch Gregor Veltkamp, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit des DRK. "Es ist an sich schon eine herausragende Leistung 125 Mal zum Blutspenden zu gehen, doch für Frauen ist es noch ein bisschen schwieriger", erklärte er weiter. Für Waltraud Worth war jedoch jede Blutspende selbstverständlich: "Ich mache das aus Überzeugung. Ich bin froh, dass meine Gesundheit es zugelassen hat, dass ich so oft hingehen konnte."

Ähnlicher Ansicht waren auch die anderen fleißigen Spender, die für die 25. , 50., 75., 100. oder 125. Blutspende geehrt wurden. "Für uns ist es eine Tradition, uns ein Mal im Jahr bei den Spendern zu bedanken. Wir möchten Gesichter zeigen, die Wichtigkeit der Blutspende hervorheben und die gute Tat vorstellen", erklärte Gregor Veltkamp. Doch es gehe nicht nur darum, sich bei denen zu bedanken, für die es längst dazu gehört, Blut zu spenden, sondern auch darum, neue Erstspender zu gewinnen. "Im letzten Jahr gab es leider deutlich weniger von ihnen", bedauerte er. "Wir werden in diesem Jahr mehr Augenmerk auf die Gewinnung von Erstspendern legen. Wir möchten den jungen Leuten zeigen, dass Blutspende auch ein gesellschaftliches Erlebnis sein kann, wenn man zum Beispiel zusammen mit Freunden aus dem Sportverein hingeht." Gregor Veltkamp betonte auch, dass es nicht nur um das lebensnotwendige Blut an sich ginge, sondern auch um die sogenannte Typisierung von Stammzellen, die zur Therapie von Leukämie benötigt werden. "Die Typisierung ist wie ein genetischer Fingerabdruck. Die Daten werden gespeichert und weltweit abgeglichen." Viele Menschen, gerade junge Spender, wüssten gar nicht, dass eine Typisierung bei der Blutspende möglich sei und was sie da genau erwartet. "Das man da Herzbibbern hat, ist doch ganz klar. Aber wir bemühen uns, die Angst zu nehmen und aufzuklären. Für einen Patienten ist eine Stammzellenübertragung oft die letzte Hoffnung. Die Typisierung selbst ist nicht schlimmer als die Blutspende auch. Für viele ist es eine Generalprobe zur Stammzellenentnahme", so Gregor Veltkamp.

Neben der Ehrung der Spender wurde auch der neue Blutspenderausweis vorgestellt auf dem die persönlichen Daten des Spenders gespeichert werden. Das soll es in Zukunft leichter machen, nicht nur im Heimatort Blut abzugeben, sondern deutschlandweit. "Vielleicht haben Sie ja demnächst mal im Urlaub Lust Blut zu spenden."

Trotz der rückläufigen Erstspenderzahlen zog Gregor Veltkamp eine positive Bilanz und lobte den Ehrgeiz der geehrten Spender, nicht zuletzt in der Hoffnung, dass sie auch anderen als Vorbild dienen. "Wenn man helfen kann, dann muss man auch helfen." Für Jubilarin Waltraud Worth steht das natürlich außer Frage.

 

VON JULIA MÜHLENKAMP

4. August 2012 16:01 Uhr. Alter: 6 Jahre